Containen psychologie

Oder genau umgekehrt, dass man selber in einer bestimmten anderen Person nur alles Schlechte sieht.

Container: Lexikon Definition

So kann man das eigene Schlechte, was man loswerden möchte, in diese andere Person hineinlegen. Zum Beispiel der Nachbar, der alles falsch macht - ob Haus, ob Hund, ob Kind - alles ist missraten und schlecht. Wer so viel projiziert, spürt das eigene Schlechte in seinem Inneren nicht mehr, hat man doch seinen Nachbarn oder - wenn es ganz schlimm kommt - seinen eigenen Partner, in den man alles Böse dieser Welt hineinprojizieren kann.

Aber was, wenn eines Tages der Nachbar wegzieht oder der Partner einen verlässt? Dann merkt man meist, dass das Böse nicht mit aus- oder wegzieht, sondern weiterhin da ist und so wieder auf einen selbst zurückfällt. Dann hilft Psychotherapie. In einer Psychotherapie lernt man sich selber kennen und auch die Seiten an sich akzeptieren, die man nicht mag und man kann dann auch verstehen, warum sie da sind.

Dann braucht man seinen Nachbarn oder Partner nicht mehr, um ihm die Rolle des Bösen aufzuerlegen. In einer Paarbeziehung übernimmt dann jeder die Verantwortung für seine unguten Gefühle selbst und behält sie bei sich, anstatt sie beim Partner abzuladen. Im besten Fall kann man stattdessen über diese unangenehmen Gefühle gemeinsam nachdenken und reden, und der Andere kann dabei helfen, sie zu containen.

Es gibt Eltern, die so ängstlich sind, dass sie die Ängste ihrer Kinder nicht containen können. Ihr Container ist voll mit eigenen Ängsten und unguten Gefühlen. Sie beruhigt dann ihre eigene Angst, indem sie zu dem Kind spricht, aber sie beruhigt nicht die Angst des Kindes. Das Kind ist ganz verwirrt, denn die Mutter spricht zwar mit ihm, aber es gibt keinen Spannungsabbau, denn die Angst bleibt weiterhin auf dem gleichen Level.

Wenn die Mutter dies bemerkt, spricht sie noch mehr, will sie doch verständlicherweise helfen, ohne es jedoch zu können. So entsteht ein unguter Kreislauf, der eine Ursache dafür sein kann, dass Babys zu "Schreikinder" werden. Es gibt auch Eltern, die selbst viel in ihre eigenen Kinder hineinprojizieren, so dass das Kind dann zum Container für die Eltern wird.

Sie entlasten sich dadurch, missbrauchen aber damit ihr Kind. Ein Kind kann sich unter diesen Umständen kaum gesund entwickeln. Das kann so weit gehen, dass diese Beziehung das Kind im Inneren aushöhlt. Es übernimmt die Funktion, die die Mutter für es selber übernehmen müsste. Es ist damit massiv überfordert. Es lebt buchstäblich in einer verrückten Welt und kann sich selber nicht mehr spüren oder erkennen.

Es kämpft dann mit Halluzinationen und Projektionen. Das Kind wird psychotisch. Parallel dazu können Patient oder Kind ihr Gegenüber als eine Person wahrnehmen, die es schafft, mit der Angst oder den anderen unerträglich erscheinenden Gefühlen fertig zu werden. Das ebnet den Weg, sich mit dem Gegenüber zu identifizieren.

Durch diesen Vorgang der Identifikation kann es dazu kommen, dass sich die Fähigkeit, unerträgliche Gefühle selbst in etwas Erträgliches zu verwandeln und damit auszuhalten, nach und nach entwickelt. Ein solcher Vorgang ist unter anderen, zum Teil ganz anders verlaufenden, innerseelischen Prozessen mit dem Begriff der Ich-Stärkung gemeint. Containing ist demzufolge in all jenen Therapien besonders indiziert bzw.

Auch in letzteren kann es aber Platz greifen, beispielsweise wenn Projektionen bemerkbar werden.

Die Gruppe als Container

Das Auftreten von Projektionen oder — als einem ihrer Sonderfälle — projektiver Identifikation könnte allerdings dann ein Hinweis darauf sein, dass der Anlass für das Aufsuchen von Psychotherapie möglicherweise nicht nur mit einem eingrenzbaren Thema zu tun hat, sondern eben tiefer in die Persönlichkeit geht.

In diesem Fall sind sie jedoch in der Regel Ausdruck der Destabilisierung im Rahmen der Traumatisierung und nicht Ausdruck einer an sich instabilen Persönlichkeitsstruktur. Auch hier ist zur Stützung der Patienten Containing anwendbar. Gianluca Crepaldi : Containing. Das ebnet den Weg, sich mit dem Gegenüber zu identifizieren. Durch diesen Vorgang der Identifikation kann es dazu kommen, dass sich die Fähigkeit, unerträgliche Gefühle selbst in etwas Erträgliches zu verwandeln und damit auszuhalten, nach und nach entwickelt.

Ein solcher Vorgang ist unter anderen, zum Teil ganz anders verlaufenden, innerseelischen Prozessen mit dem Begriff der Ich-Stärkung gemeint. Containing ist demzufolge in all jenen Therapien besonders indiziert bzw. Auch in letzteren kann es aber Platz greifen, beispielsweise wenn Projektionen bemerkbar werden. Das Auftreten von Projektionen oder — als einem ihrer Sonderfälle — projektiver Identifikation könnte allerdings dann ein Hinweis darauf sein, dass der Anlass für das Aufsuchen von Psychotherapie möglicherweise nicht nur mit einem eingrenzbaren Thema zu tun hat, sondern eben tiefer in die Persönlichkeit geht.

In diesem Fall sind sie jedoch in der Regel Ausdruck der Destabilisierung im Rahmen der Traumatisierung und nicht Ausdruck einer an sich instabilen Persönlichkeitsstruktur. Auch hier ist zur Stützung der Patienten Containing anwendbar. Gianluca Crepaldi : Containing. In: Organisationsberatung, Supervision, Coaching. Das Motiv der Kästchenwahl: Container in Psychoanalyse, Kunst, Kultur Insa Härtel Hg.

Psychoanalytische Blätter. Ausgabeformat: Buch. In den Warenkorb. Sprache: Deutsch. ISBN: Auflage Beschreibung Leseprobe Bewertung. In Container steckt das lateinische Verb continere mit der Bedeutung von »beinhalten, enthalten, Das Motiv der Kästchenwahl: Container in Psychoanalyse, Kunst, Kultur. In Container steckt das lateinische Verb continere mit der Bedeutung von »beinhalten, enthalten, zusammenhalten«.

Die Moderne hat den Container als normierten Behälter »für alles Mögliche« Hannes Böhringer gewählt.