Ankerland psychologie

Eine aktuelle Untersuchung der Bertelsmann-Stiftung bestätigt die These von Dr. Andreas Krüger, medizinischer Leiter und Initiator von Ankerland e. Der Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie setzt sich mit dem Verein Ankerland e. Ziel vom Ankerland e. Denn trotz der steigenden Zahlen von betroffenen jungen Menschen in Deutschland - auch von geflüchteten Kindern, die schrecklichen Krieg und Terror erlebt haben - ist eine gesetzliche Regelversorgung nicht gegeben.

Einen Appell für mehr Aufmerksamkeit und Unterstützung richtet der Ankerland e. Dazu werden in den kommenden beiden Jahren unterschiedliche Aktionen unter dem Motto "Anstiften zum Stiften" gestartet. Es geht darum, auf die Arbeit von Ankerland aufmerksam zu machen, weitere UnterstützerInnen zu finden und sich zu vernetzen. Beide Stiftungen begleiten Ankerland e.

Das Ankerland Therapiekonzept , das die Psychodynamisch Imaginative Traumatherapie für Kinder und Jugendliche PITT-KID inkludiert, ist eine einzigartige Behandlungsmethode, die für akut-, früh- und chronisch-komplex traumatisierte Kinder und Jugendliche von Dr. Zunächst findet eine ausführliche Diagnostik statt. Ich nenne das vor den Kindern "Fieber messen in der Seele".

Wir untersuchen verschiedene Bereiche, in denen Störungen durch traumatischen Stress auftreten. Sobald wir eine Diagnose gestellt haben, beraten wir das Kind und die Bezugspersonen und machen Vorschläge, was man tun könnte, damit die Seele "wieder heil wird". Das Besondere ist dabei die Art und Weise, wie wir mit dem Kind zusammenarbeiten.

Wir haben zwar einen klaren Plan, geben jedoch nicht streng vor, was zu tun ist, sondern machen dem Kind nachvollziehbare Angebote und so handeln wir im Einverständnis mit dem Kind und seinen Bezugspersonen. Wie genau helfen die Therapeuten den Kindern dabei, ihre Traumata zu verarbeiten? Der traumatische Stress, unter dem die Kinder gelitten haben, der auch durch das Sprechen und somit das Erinnern an das traumatische Ereignis erneut ausgelöst werden kann, hat im Gehirn zum "Einschalten" von einer Art "Notfall-Programm" geführt, der Posttraumatischen Belastungsstörung und chronischen Form dieser "Stresskrankheit".

Dieses "Notfallprogramm im Kopf" versetzt den Körper in einen Stressmodus, damit er im Angesicht des Todes für Flucht und Kampf optimal vorbereitet ist.

Elbe & Krueger Verlag

So kommt es bei den Kindern und Jugendlichen beispielsweise zu den aggressiven Ausrastern. Dieses Notfallprogramm lässt sich nicht in zwei Wochen abschalten. Die Kinder können aber lernen, wie sie Störungszeichen beeinflussen können. Man könnte sagen, die Kinder lernen hier, den Stier bei den Hörnern zu packen. Weiter können Kunst-, Musik oder Körpertherapie helfen, das Unaussprechliche ohne Worte auszudrücken und da weiter zu verarbeiten, wo Sprache nicht weiterführt oder gar Hemmnisse auslöst.

Gibt es dabei spezielle Behandlungsmethoden oder Rituale für junge Menschen, die unter dem Verlust eines Angehörigen leiden, wie etwa der Jugendliche, der seinen Vater durch einen Herzinfarkt verloren hat? Natürlich können wir jungen Menschen, die um einen Angehörigen trauern, ihr Schicksal nicht nehmen. Diese Menschen, die sie verloren haben, werden ihnen ein Leben lang fehlen.

Für diesen jungen Mann, dessen Vater verstorben ist, wird der Verlust seines Vaters immer ein Lebensthema bleiben. Da fehlt der Vater, der stolz ist. Der Vater, der mit ihm plant, was man so im Leben machen könnte. Der Vater, mit dem man sein erstes Bier trinkt, der Vater, dem Mann seine Freundin vorstellt. Um junge Menschen in einer so schwierigen Zeit aufzufangen, braucht es gute Menschen, die sie liebevoll und aufmerksam unterstützen und begleiten.

Das Leben richtet vielleicht ein bisschen. Aber was eben häufig überhaupt gar nicht erst das Leben und die Teilnahme am gesellschaftlichen, beruflichen und sozialen Leben ermöglicht, sondern dies verhindert, sind die posttraumatischen Belastungsstörungen, die wir hier im Zentrum behandeln. Warum ist es so wichtig, derart traumatisierten Kindern zeitnah zu helfen?

Die Folgen einer psychischen Traumatisierung bei Kindern und Jugendlichen können sehr vielschichtig sein. Ohne spezielle Behandlung kann es zu einem Scheitern der gesamten Entwicklung kommen, beispielsweise zu schlechten Leistungen in der Schule, Schulabbruch, Drogenkonsum und auch Selbstmordversuchen. So wird das Trauma von Generation zu Generation weitergegeben. Wenn wir früh traumatherapeutisch behandeln, können wir die Folgeschäden verhindern oder zumindest drastisch eindämmen.

Es gibt auch viele niedergelassene Therapeuten und Krankenhäuser. Warum braucht es ein Haus wie das Ankerland-Zentrum? Die meisten Kinder, die solche Schreckenszeiten erlebt haben, leiden unter einer schweren komplexen Trauma-Folgestörung und Bindungsstörung. Die kann man nicht in ein paar Wochen oder Monaten in der Klinik heilen. Kinder wie Luisa und Jamal werden jahrelang, möglichst dem Lebensraum nahe, betreut werden müssen.

Das Versorgungssystem ist bei geschätzten 5. Deshalb ist bei mir die Idee entstanden — ein Therapiezentrum mit multiprofessionellem Team, individuellen Eins-zu-Eins-Kontakten in den verschiedenen therapeutischen Disziplinen, zugeschnittenen auf die Behandlung schwer traumatisierter junger Menschen — ohne zeitliche Begrenzung. Ist bei einem seelischen Trauma auch Selbsthilfe möglich?

Die Unterschiede und was die Grundversicherung der Krankenkasse zahlt, lesen Sie hier. Häufig sehen wir, und haben unsere Patientinnen als Diagnosen bekommen: mit umgangssprachlichen beschriebenen Beispielen. Wir behandeln stellvertretend für alle Traumafolgestörungen folgende vier schwerwiegende Störungen gemäss ICD, der Liste aller Krankheiten , die als Folge seelischer Unfälle auftreten, mitsamt den häufig damit gekoppelten Störungen:.

Solche Babies, Kinder und Jugendliche haben Gewalt aller Formen oder Vernachlässigungen erlebt, oft jahrelang, viele haben nie einen glücklichen Zustand kennengelernt.

Weltkindertag: Anstiften zum Stiften zugunsten traumatisierter Kinder und Jugendlicher

Therapie muss darum aufbauen was nie erfahren wurde oder heilen was zerstört wurde — allem voran das Vertrauen in sich selbst und den eigenen Körper und in die Beziehungen zu anderen Menschen. Die verwendeten Methoden haben über alle Spezialgebiete vieles gemeinsam. Wie in der Körpermedizin manchmal die Seele vergessen wurde, ist in der Psychotherapie oft der Körper vergessen gegangen.

Schon früh hat sie sich als Vermittler und Unterstützer für Kinder und Jugendliche gegenüber Erwachsenen gesehen. Dabei legt sie besonderen Wert auf einen engen Austausch, eine gute Zusammenarbeit sowie Transparenz. Ihr ist es wichtig, dass sich Patienten und auch deren Familien verstanden und angenommen fühlen.

Merle Freyer ist Diplom-Psychologin und seit dem Sommer für die testpsychologische Diagnostik im Ankerland Trauma-Therapiezentrum verantwortlich. Dieser Bereich reizte die gebürtige Oldenburgerin schon während ihres Studiums in Kiel und so beschäftigte sie sich bereits in ihrer Diplomarbeit mit diagnostischen Verfahren.

Praktische Erfahrungen in der Durchführung und Auswertung psychologischer Instrumente sowie der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und ihren Familien erlangte Merle Freyer im Laufe ihrer bisherigen Tätigkeiten unter anderem in einer Rechtspsychologischen Praxis für familienrechtliche Angelegenheiten sowie in der Suchtberatung und -prävention. Besonders schätzt sie an ihrer Arbeit, dass die Entwicklungen in der Therapie anschaulich gezeigt und Fortschritte messbar sowie auch auf dem Papier sichtbar werden.

Zusätzlich zur Diagnostik ist Merle Freyer als Beauftragte für den Datenschutz dafür zuständig, dass Ihre Daten jederzeit in guten Händen sind. Für Anfragen diesbezüglich wenden Sie sich gern an sie. Nach beruflichen Stationen als Tourismuskauffrau und Erzieherin sowie Weiterbildungen zum systemischen Coach und zur Wald-, Natur- und Erlebnispädagogin ist Nicola Wiedner im Sommer bei Ankerland an Bord gegangen.

Zudem übernimmt sie zahlreiche administrative und organisatorische Aufgaben in der Verwaltung des Trauma-Therapiezentrums. Indra-Isabelle Djimjadi ist zeitgenössische Tänzerin, Tanztherapeutin M. Dance Movement Psychotherapy sowie Heilpraktikerin für Psychotherapie. Aktuell befindet sie sich auch im 3. Jahr der Weiterbildung zum Somatic Experiencing Practitioner nach Dr.

Peter Levine. Vor ihrem Einstieg bei Ankerland im Frühjahr hat sie im Bereich der Akutpsychiatrie mit jungen Erwachsenen gearbeitet. Indra-Isabelle Djimjadi tanzt seit ihrem 4. Lebensjahr und ist im Vorstand des Berufsverbands der TanztherapeutInnen Deutschlands e.

48 Kinder- und Jugendpsychiatrie Unternehmen

Sie fokussiert eine kreative, ressourcenfördernde Arbeit mit Kindern und jungen Erwachsenen. Ziel dabei ist, den individuellen Ausdruck des Körpers und das Entwickeln wie auch das Wiederfinden der Kreativität zu unterstützen. Die Veränderung, die Bewegung möglich macht sowie die Kraft des menschlichen Körpers beeindruckt sie immer wieder. Ilse Hüttner ist Systemische Therapeutin und Familientherapeutin sowie Systemische Beraterin von sozialen Systemen und Organisationen.

Neben Fortbildungen in Psychotraumatologie besuchte sie mehrere Jahre die Kolloquien von A. Redlich und F. Schulz von Thun Universität Hamburg und ist seit in der Gewaltfreien Kommunikation nach M. Rosenberg aktiv. Sie baute gemeinsam mit Andreas Krüger das Trauma-Informationszentrum auf und erweiterte das Spektrum des Trauma-Therapiezentrums um ein Beratungsangebot.

Seit ist sie für Ankerland in der AG Netzwerke der DeGPT tätig. Georg Spinner ist kaufmännischer Geschäftsführer des Trauma-Therapiezentrums.