Trotz depressionen psychologie studieren
Ich spreche hier nur von mir. Ich selbst habe eine Tendenz an psychische Themen recht emotional ranzugehen — auch, wenn es nicht meine eigenen sind. Im Studium ist die Herangehensweise viel sachlicher. Es wird z. Das wirkt am Anfang befremdlich, ist aber ein recht hilfreicher Zugang, der einem auch für sein persönliches Leben einen klareren Blick verschaffen kann. Emotionen sind wichtig, aber leider verbauen sie einem oft einen objektiven Blick auf die Lage.
Dieser Beitrag soll niemandem die Entscheidung abnehmen, ob man nun Psychologie studieren sollte oder nicht. All diese Punkte sind auch lediglich meine Erfahrungen und können somit für andere vollkommen anders sein. Ich will betonen, dass man sich definitiv Gedanken machen sollte, ob dieses Studium das Richtige ist. Zudem ist studieren eine Sache, den Beruf später tatsächlich auszuüben eine andere.
Einen bedeutenden Unterschied bemerkt sie zwischen den Jahrgängen, die noch auf Magister und Diplom studiert haben und den heutigen Studierenden.
Psychisch krank im Studium
Denn die Studierenden befänden sich durch die Organisation der Studiengänge permanent in einer Prüfungssituation. Seelsorge - Notfalleinsätze an Schulen nehmen zu Suizide, Unfälle, Erkrankungen: Einer Studie zufolge nehmen Seelsorge-Einsätze an Schulen zu. Seit dem Amoklauf an einem Erfurter Gymnasium sei die Sensibilität an Schulen gestiegen, sagte Studienleiter Harald Karutz im Dlf.
Die Folge laut Deutschem Studentenwerk: Das Studium wird früher abgebrochen. Das kann für die Universität und die Betroffenen auch Vorteile haben, Studienplatzkapazitäten werden nicht so lange blockiert und Studierende quälen sich nicht mit einem Studium, das ihre psychische Verfassung beeinträchtigt. Gaby Jungnickel: "Natürlich ist Studienabbruch etwas, was auf jeden Fall vermieden werden sollte, aber manchmal ist es tatsächlich die Ultima Ratio, wenn jemand kommt und in einem Studium gelandet ist, das überhaupt nichts für ihn ist.
Er ist einer von drei Pakten zwischen Bund und Ländern, durch die Wissenschaft und Hochschulen gefördert werden sollen. Psychologin - Druck auf Schüler scheint zugenommen zu haben Etwa 30 Prozent aller Schüler empfinden Leistungsdruck, Angst vor Prüfungen und Stress, so eine aktuelle Umfrage. Wenn das zu Vermeidungsverhalten führt, werde es kritisch, sagte die Psychologin Franziska Klemm im Dlf.
Ursprünglich hatte der Bund den Ländern Geld gegeben, um mehr Studienplätze zu schaffen.
Psychologie studieren mit psychischen Problemen?
Denn vor zehn Jahren haben in Deutschland noch zwei Millionen Menschen studiert, mittlerweile sind es drei Millionen: "Und was dazugekommen ist, dass man mit diesen sogenannten Hochschulpaktmitteln auch bestimmte qualitative Zielsetzungen verbunden hat. Unter anderem auch eine Rate, die die Länder möglichst nachweisen sollen in Bezug auf die Verbesserung der Lehre und auch die Unterstützung, dass es da nicht so viele Studienabbrüche gibt.
Das reicht aber nicht, findet Peter Grob vom Deutschen Studentenwerk: "Man kann es nicht anders nennen, das Soziale spielt bisher in der Hochschulpolitik keine Rolle. Die ist jetzt gerade stark auf Exzellenz und Forschungsförderung und exzellente Forschung ausgerichtet, wogegen wir nichts haben, aber in dieser Hochschulpolitik spielt das Soziale keine Rolle und das müsste vielmehr in den Mittelpunkt rücken.
Wohnungssituation, Freunde, Partnerschaft — das kann sich alles verändern. Die universitären Rahmenbedingungen müssten deshalb so sein, dass die jungen Studierenden ihr Potenzial voll ausschöpfen könnten. Solche Erscheinungen seien ein "gesamtgesellschaftliches Phänomen", sagte der Jugendpsychiater Michael Schulte-Markwort. Ein Teil der Gesellschaft sein, das möchte auch Kathi, die bis heute unter Angststörungen leidet.
Sie arbeitet mittlerweile als freie Texterin. Aber auch nicht nur deswegen, ich arbeite auch wirklich gerne. Das Phänomen ist auch bei älteren Arbeitnehmern zu beobachten: Auf Grund von psychischen Erkrankungen erhielten Anfang der er Jahre waren es nur Und das ist über viele Jahre im Grunde sehr stabil geblieben. Dass Depressionen und Angststörungen mittlerweile diagnostiziert werden, hänge unter anderem damit zusammen, dass Ärzte mittlerweile sensibler seien, was das Erkennen dieser Krankheiten angehe.
Eine durchschnittliche Psychotherapie kostet die Krankenkasse 3. Ursula Marschall von der Barmer Ersatzkasse ist der Meinung, dass Studierende mit einer leichten Depression nicht gleich einen Therapeuten oder Medikamente brauchen.
Berufsverbot bei Depression?
Das ist der Idealfall. An manchen Unis gibt es Anwesenheitspflicht bei uns zum Glück nicht. Das erfordert sehr viel Mut, denn das Sprechen über die eigene Erkrankung ist nicht immer einfach. Trotzdem lohnt es sich. Seit ich offen über meine Einschränkungen spreche, bekomme ich auch Hilfe — und die steht euch zu. Seminare In einem Raum mit zwanzig Teilnehmern fällt es schon eher auf, wenn man oft abwesend ist.
Auch ist hier die Anwesenheitspflicht meistens etwas strenger. Was tun? Ein Wort: Kommunikation. Das dürfen die gar nicht. Es gibt nämlich ein Inklusionsrecht für alle Studierenden, auch für solche mit psychischen Einschränkungen. So kann eine verpasste Sitzung zu Hause in Form von Hausaufgaben nachgearbeitet werden. Prüfungen Wer studiert, der lasse sich prüfen.
Klar, irgendwie muss man ja feststellen, ob ihr überhaupt etwas vom Gelernten behalten habt.
Approbation trotz (ehemaliger) psychischer Probleme: Forum
Prüfungen mit psychischer Erkrankung sind so ein Ding für sich, denn Prüfungsphasen bedeuten Stress und Stress bedeutet im schlimmsten Fall eine akute Krise. Deshalb ist es wichtig, von Anfang an realistische Vorstellungen zu verfolgen. Statt sechs Prüfungen meldet man halt nur drei an. Wenn ich merke, dass ich das auch nicht schaffe, dann melde ich Klausuren auch knallhart wieder ab. Das geht bei den meisten Hochschulen absolut problemlos bis bei uns eine Woche vor der Prüfung.
Danach müsste man einen Grund angeben, psychische Erkrankungen kann man sich aber auch vom Hausarzt attestieren lassen. Was toll ist: Es gibt Nachteilsausgleiche. So kann zum Beispiel ein sehbehinderter Student beantragen, eine schriftliche in eine mündliche Klausur umzuwandeln. Die Studieninhalte handeln nun einmal von psychischen Störungen und man ist vor allem im fortschreitenden Studium sofern man sich im klinischen Bereich spezialisiert mit belastenden Inhalten konfrontiert.
Kurz gesagt: Ein Psychologie Studium ist anstrengend und kann durch eine psychische Störung überfordernd sein. Dennoch kann eine psychische Störung natürlich auch das Verständnis klinischer Inhalte verbessern, da man direkt ein "Fallbeispiel" im Kopf hat. Wichtig ist jedoch, ein Studium nicht als Therapie zu verstehen und sich bei Überlastung psychotherapeutische Unterstützung zu suchen.
Melanie, Studentin der Uni Bamberg: In einem Psychologie Studium an sich profitiert man sicher nicht von einer eigenen Erkrankung. Zum einen hat das Studium an sich nichts mit einer psychotherapeutischen Ausbildung zu tun, die einen dann zum psychologischen Psychotherapeuten qualifiziert.