Kommunikationsmodellein der psychologie
Mehrseitige Kommunikation beinhaltet die Beteiligung mehrerer Sender und Empfänger. Weitere Unterscheidungsmöglichkeiten: - intrapersonale man kann mit sich selbst kommunizieren vs. Alle Bestandteile von Kommunikation können auf verschiedene Arten miteinander kombiniert werden. Längere Kommunikation setzt sich aus Sequenzff von Senden und Empfangen zusammen.
Auch gleichzeitiges Senden und Empfangen ist möglich. In Theoriebildung und Anwendungsbereichen der sozialen Kommunikation — Kommunikation zwischen zwei oder mehr Menschen — bestehen einige Übereinkünfte über Begrifflichkeiten. So wird Kommunikation, die Laute erzeugt, die keiner sprachlichen Regel folgen, paralinguistisch genannt. Weiter hat sich die Unterscheidung zwischen nonverbaler nicht-sprachlicher und verbaler sprachlicher Kommunikation als sinnvoll erwiesen.
Die nonverbale Kommunikation , auch Körpersprache , gilt als der phylogenetisch ältere Teil kommunikativer Verhaltensweisen. Als wichtigste Bausteine nonverbaler Kommunikation gelten Zeichen oder Signale, die von anderen wahrgenommen und entschlüsselt werden können. Im Vergleich zu sprachlicher Kommunikation ist nonverbale Kommunikation oftmals wirkungsvoller; sie ist unmittelbarer und spricht im Gegenüber auch nicht-rationale Anteile an.
Sie gilt auch als echter, weil sie weniger gut kontrollierbar ist als Sprache. Ebenso aber auch nachrichtentechnische Disziplinen der Informationsverarbeitung durch datenverarbeitende Maschinen EDV. So umfangreich und vielschichtig, wie die K-Wissenschaft ist, so umfangreich ist auch die Anzahl der angewendeten Kommunikationsmodelle. Sender — Kodierung — Empfänger — Dekodierung.
Die Nachricht ist hier eine bedeutungstragende Zeichenfolge, die im Kommunikationsprozess auf Basis eines Codes an den Empfänger gesendet wird. Der Code ist eine Vereinbarung über eine Zeichenmenge zum Zweck des Informationsaustausches. Informationen werden so formuliert, dass die Zeichen. Auf kommunikationsbezogene Beispiele aus den psychologischen Schulen soll hier verzichtet werden, weil sich alles Folgende damit beschäftigt.
Im Zentrum steht dabei zunächst die Humanistische Psychologie Kommunikationsmodell von F. Schulz v. Thun, Themenzentrierte Interaktion und die Tiefenpsychologie Transaktionale Analyse nach Eric Berne. Friedmann Schulz von Thun ist ein ehemaliger Hochschullehrer am Fachbereich Psychologie der Universität Hamburg emeritiert und ehemaliger Schüler und Mitarbeiter des Hamburger Psychologen Reinhard Tausch.
Sein Kommunikationsmodell gehört zu den am weitesten verbreitetsten, was nicht zuletzt daran liegt, dass er in seinen Publikationen einen sehr verständlichen Schreibstil pflegt und sich nicht nur an ein Fachpublikum richtet. Zu den Basisregeln der Kommunikation gehört die Reziprozität , die Wechselseitigkeit. Es gehören also stets mindestens zwei Kommunikationspartner dazu, wenn sich einer der beiden in einer bestimmten Weise verhält.
Persönliche Eigenarten Aggressivität, Dominanz, gehemmte Passivität, Schüchternheit etc. Der Kommunikationsparter ALTER, das Gegenüber, Objekt trägt durch sein Verhalten in einer konkreten Situation wesentlich dazu bei, wie ich EGO, handelndes Ich, Subjekt mich fühle, mich selbst begreife und welche Persönlichkeit ich besitze.
Letzere kann je nach Situation und ALTER variieren. Eng damit zusammen hängt das Phänomen der Interpunktion Gliederung Paul Watzlawick : Das willkürliche Festlegen eines Verhaltens als Ursache oder als Folge eines Ereignisses. Menschen neigen dazu, ihr Handeln vornehmlich aus Reaktion auf ein Ereignis zu bewerten, weniger aber als Ursache. Der Kommunikationsprozess hat eine kreisförmige Gestalt, was bedeutet, dass jedes Verhalten sowohl Ursache als auch Wirkung sein kann.
Die Kommunikanten legen dieser kreisförmigen Gestalt jedoch eine willkürliche Struktur von Ereignisabfolgen zugrunde, die wahrnehmungs-, kultur- und interessenspezifisch ist. Das führt bei Konflikten oft dazu, dass sich alle Beteiligten im Recht sehen, weil ihr jeweiliges Verhalten als Folge des Fehlverhaltens der anderen gesehen wird. Beispiel: Er geht nach abendlichem Streit morgens ins Arbeitszimmer, weil sie noch schläft.
Denkbar ist allerdings, dass der Gang ins Arbeitszimmer gar nichts mit Streit zu tun hat, sonder mit dem Arbeitspensum. Bestes Gegenmittel: Explizite Metakommunikation , also die Kommunikation über die Kommunikation Gerhard Metzger , das bewusste Verlassen des eigentlichen evtl. Es erfolgt eine Auseinandersetzung darüber, wie Nachrichten entschlüsselt werden sollen und wie von ALTER darauf reagiert wurde.
Die Kommunikationspartner sollten sich dabei idealer Weise in einer Haltung der respektierten Distanz und Offenheit begegnen. Implizite Metakommunikation: Jede Nachricht besitzt einen Aspekt, der verdeckt darauf hinweist, wie sie gemeint sein soll. Die Wahrnehmung von Phänomenen kann in drei Unterprozesse aufgegliedert werden:. Hierbei stellt sich die Schwierigkeit, dass die drei Wahrnehmungsprozesse im Kommunikationsalltag kaum auseinander gehalten werden, bzw.
In der Regel verschmelzen die drei Prozesse subjektiv zu einem möglicherweise problematischen Ganzen, was dazu führt, dass der Empfänger einer Nachricht übersieht, dass seine Reaktion das Resultat seiner eigenen innerpsychischen Vorgänge ist. Phantasien sind Vermutungen über Gedanken und Gefühle von ALTER, denen keine klar angebbare Wahrnehmung zugrunde liegt.
Um so wichtiger ist es, sich stets bewusst zu machen, dass Phantasien Produkte der eigenen Psyche sind und darüber hinaus richtig oder falsch sein können. Phantasien können für sich behalten, aber auch durch direkte Befragung auf ihren Realitätsgehalt überprüft werden. Hast du ein Problem damit? Kontakt vs. Isolation: Werden Phantasien als wahr angenommen und für sich behalten, isoliert man sich tendenziell von seinen Mitmenschen.
Erst in der Realitätsprüfung tritt man in Kontakt und schafft sich so eine belastbare Grundlage für eine gelungene Kommunikation. Selbsterfüllende Phantasien: Unzutreffende Phantasien, die nie eine Korrektur erfahren, bestätigen sich scheinbar immer wieder aufs Neue. Indem man im zwischenmenschlichen Kontakt unbewusst entsprechende Signale aussendet, kann das Gegenüber zu Handlungen veranlasst werden, die die Phantasie letztlich erfüllen.
Seine Haltung ihr gegenüber wird von diesen Gedanken geprägt. Phantasien als Kontaktbrücke: Offen ausgesprochene Phantasien können sich als Quelle eines guten Kontaktes zum Gegenüber erweisen. Die Reaktion des Empfängers auf eine Nachricht ist zum überwiegenden Teil dessen eigenes psychisches Werk dazu später mehr. Die Rekurrierung auf eigene Gefühle ist dabei besonders wichtig, während Schuldzuweisungen hinderlich sind.
Letzteres ist eine Unterstellung, ersteres die Schilderung einer realen psychischen Tatsache. In Ich-Botschaften mit hohem Selbstoffenbarungs-Anteil gibt man von seinem Innenleben preis, schildert sein psychisches Erleben. Damit gibt man ALTER die Möglichkeit, die Reaktionen von EGO besser zu verstehen. Die Du-Botschaft ist demgegenüber eine Aussage über den ALTER.
Eine konstruktive Problemlösung wird so erschwert, weil für ALTER der Wunsch nach Rehabilitation im Vordergrund steht. Das führt zu Ablehnung, unabhängig, ob die Aussage zutraf oder nicht. Jedes Verhalten hat den Charakter einer Mitteilung, so etwa auch das Nicht-Handeln:. Handeln oder Nichthandeln, Worte oder Schweigen haben alle Mitteilungscharakter: Sie beeinflussen andere, und diese anderen können ihrerseits nicht nicht auf diese Kommunikationen reagieren und kommunizieren damit selbst.
In jeder innerhalb einer Face-to-Face Situation übermittelten Nachricht koexistieren verbale und nonverbale Anteile Telefon, SMS oder EMails sind Sonderfälle, bei denen gerade das Fehlen nonverbaler Anteile zu Kommunikationsproblemen und Hilfsmitteln wie etwa Emoticons führt. Dabei ist das Verhältnis zwischen verbalen und nonverbalen Anteilen von elementarer Wichtigkeit für das Verstehen einer Nachricht.
Weil stets parallel auf diesen beiden Ebenen kommuniziert wird, qualifizieren beide Ebenen einander, geben sich also wechselseitig Interpretationshilfen. Er erzählt Ihnen, dass er schon etwas länger da ist und nach dem Semester wieder in die Heimat fliegt. Sie wissen, dass sich Johannes gut damit auskennt.
Als Sie überlegen, Johannes um Hilfe zu bitten, kommen Ihnen plötzlich Bedenken. Vielleicht hat er sehr viel Stress im Moment? Vielleicht will er Ihnen aber auch gar nicht helfen? Vielleicht teilt er sein Wissen nicht gern, um so vor den Dozierenden als Bester zu brillieren? Wenn jemand Sie um Hilfe bitten würde, würden Sie keine Sekunde zögern.
Johannes denkt sicher, Sie seien von ihm abhängig. Jetzt reicht es Ihnen aber. Sie rennen wutentbrannt zu seiner Wohnung und als er öffnet, schreien Sie ihn an, dass er sich seine Hilfe an den Hut stecken könne. Wenn wir nun eigenes Verhalten mit dem Verhalten anderer entschuldigen oder erklären, können hieraus Interaktionsstörungen entstehen. Unser Gesprächspartner bzw.
Dies ist auch bei der Darstellung von Konflikten in Partnerschaften typisch vgl. Druck und Zwangsprozesse können die Folge sein. Beispiel: Folgen unterschiedlicher Interpunktionen im Universitätsalltag Zwischen Sabine S und David D herrscht Spannung und es gibt immer wieder Gespräche, die durch ein ungünstiges Kommunikationsmuster geprägt sind.
Sie interpunktieren diese Ereignisfolgen so, dass sie jeweils das Tun des anderen als Ursache für das eigene Verhalten sehen: David geht davon aus, dass Sabine wegen geringer Motivation ihren Teil der Projektarbeit nicht pünktlich anfertigt. Sabine sieht aber eine ungenaue Arbeitsaufteilung als Ursache der Zeitverzögerung. Einen Ausweg kann Metakommunikation d.
Die Unterscheidung beider Modalitäten hängt eng mit Axiom 2 zusammen: Digitale und analoge Kommunikationsweisen ergänzen sich ähnlich wie Inhalts- und Beziehungsaspekt. Der Inhaltsaspekt einer Kommunikation wird meistens digital, der Beziehungsaspekt meistens analog übermittelt. Neben dem Miteinander-Sprechen d. Dass beide Modalitäten getrennt voneinander schwer richtig zu interpretieren sind, kann man sich leicht vor Augen führen.
Eine Schwäche der analogen Modalität besteht darin, dass sie nicht eindeutig ist. Eine Person, die lächelt, kann einerseits um Sympathie werben, andererseits ihre Verachtung ausdrücken 2. Umgekehrt mangelt es digitaler Modalität an einem perfekten Wortschatz zur Beziehungsklärung. Gerade die nicht sprachlichen, analogen Elemente sind bedeutsam für Mitteilungen über die Beziehung.
Die Berücksichtigung dieser Form der Kommunikation dient der Deutung der Gesamtaussage, wenn die Körpersprache im Widerspruch zum Gesagten steht z. Durch die Mehrdeutigkeit digitaler und analoger Kommunikation kann es zu Störungen der interpersonalen Kommunikation kommen. Analog zu Axiom 2 kann man auch hier sagen: Besteht eine Diskrepanz zwischen digitaler und analoger Mitteilung, entsteht eine Störung der Kommunikation.
Personen, die um eine symmetrische Beziehung bemüht sind, versuchen dagegen Ungleichheiten zu vermeiden. Wir leben in einer Vielzahl von Sozialbeziehungen und Rollen. Folglich wechseln wir zwischen Symmetrie und Komplementarität. Häufig sind entsprechende Verhaltensanforderungen institutionell oder durch soziale Kontexte vorgegeben z. Komplementarität bedeutet daher nicht notwendigerweise Unterlegenheit oder Passivität eines Parts.
Komplementäre Beziehungen entstehen in der Regel nicht dadurch, dass eine Person der anderen diese Beziehungsform aufzwingt, sondern dadurch, dass das Gegenüber die Rollendefinition annimmt. Mit Wechsel der Rollendefinition ändert sich üblicherweise auch die Beziehung z. Sehr weitreichende und unflexible Komplementarität ist dagegen durchaus problematisch. Ebenso kann extreme Abwehr von Komplementarität z.
Eine Person versucht dabei, in einem für ihre Selbstdefinition wichtigen Bereich, einen kleinen Vorsprung vor dem Gegenüber zu erlangen. Dieses wird wiederum versuchen, die nun eingetretene Komplementarität zu reduzieren und evtl. Kommunikationsmodell von Shannon und Weaver , Intentionsorientierte Modelle z. Maxime nach Grice , Perspektivübernahmemodelle z. Regeln für gelingende Kommunikation nach Rogers und Dialog-Modelle z.
Kommunikationsmodell nach Watzlawick. Wie werden sie übertragen? Wie werden sie entschlüsselt dekodiert? Wie können Botschaften optimal ausgetauscht werden? Welche Probleme und Störquellen können bei der Übertragung auftauchen? Das Kommunikationsmodell von Shannon und Weaver würde diese Fragen wie folgt beantworten: Die Informationsquelle z.
Toms Stimmbänder , der den sich ändernden Schalldruck d. Diesen Prozess nennt man Enkodierung. Die Signale werden nun 2. Lisa übertragen. Lisa muss die Nachricht mittels Gehör und Gehirn im Anschluss wieder dekodieren. Optimal wäre die Nachricht übertragen, wenn Lisa sie ohne Probleme verstehen könnte. Intentionsorientierte Modelle: Wie kann man als sendende Person erreichen, dass die empfangende Person das Gemeinte versteht?
Wie kann Einigkeit über das Gesagte erzielt werden? Nach der Auffassung von Grice würden wir folgende Antworten erhalten: Vier Maximen d. Maxime der Quantität, Maxime der Qualität, Maxime der Relevanz und Maxime der Klarheit sollen helfen, die Effizienz von Kommunikation zu steigern und Verständigung zu sichern. Wenn Tom Lisa also sagen will, dass er sie gern hat, sollte er weder zu viel noch zu wenig sagen d.
Maxime der Quantität , er sollte die Wahrheit sagen d. Maxime der Qualität , er sollte irrelevante Informationen vermeiden d. Maxime der Relevanz und er sollte auf keinen Fall unklar oder verwirrend sprechen d. Maxime der Klarheit. Also was ich damit sagen will, ohne auszuschweifen, weil mein Kumpel Peter mir gesagt hat, man solle sich lieber kurzfassen, weil man sonst die Maxime der Quantität und Relevanz verletzen würde sowie ab einem gewissen Zeitpunkt dann auch die Maxime der Klarheit … Also, was wollte ich sagen?
Ach ja, ich mag dich. Perspektivübernahmemodelle: Wie können sich Menschen im Prozess der Kommunikation besser verstehen? Rogers Regeln für gelingende Kommunikation verweisen auf Empathie, um diese Frage zu beantworten. So ist es wichtig, sich erstens in das Gegenüber einzufühlen und zweitens, das so Verstandene dem Gegenüber wieder mitzuteilen. Lisa sollte also versuchen sich in Tom hineinzuversetzen und einzufühlen, während er ihr die Botschaft mitteilt.
Im Anschluss daran sollte sie ihm zurückmelden, was sie davon verstanden hat. Dialog-Modelle: Wie wird bei einer Kommunikation gemeinsam Wirklichkeit konstruiert? Es geht eben nicht nur um einen reinen Sachaustausch von Botschaften z. Senden und Aufnehmen von Informationen sind interessengeleitet z. Die fünf Axiome lauten: 1. Axiom zur Unmöglichkeit, nicht zu kommunizieren Selbst wenn Tom Lisa nicht sagt, dass er sie sehr gern hat, kann es seine Körperhaltung oder sein schüchterner Blick bei einer zufälligen Begegnung der beiden erahnen lassen.
Axiom zum Inhalts- und Beziehungsaspekt von Kommunikation Neben dem Inhalt der Botschaft wird auch übermittelt, wie sie zu verstehen ist. Je nachdem, WIE Tom die Botschaft [das WAS] formuliert [ernsthaft vs. Axiom zur Interpunktion von Ereignisfolgen Tom und Lisa werden ihren Gesprächsverlauf in Bezug auf die Abfolge von Ursachen und Wirkungen unterschiedlich sequenzieren — wer hat agiert und wer hat reagiert?
Axiom zu digitaler vs. Analog könnte er es vermitteln, indem er sie ansieht, ihre Hand nimmt etc. Axiom zu symmetrischer vs. Allen Modellen gemeinsam ist die Erkenntnis, dass die Botschaft nicht immer korrekt beim Rezipienten bzw. Psychologische Kommunikationsmodelle lassen sich unterteilen in …? Welche Elemente der Kommunikation können nach Shannon und Weaver unterschieden werden?
Welche vier Ohren werden im Kommunikationsmodell nach Schulz von Thun unterschieden? Literatur 49 4. Grice postulierte vier Maximen der Kommunikation. Welche Maxime wäre im folgenden Beispiel verletzt? Carl Rogers betont die Wichtigkeit von Empathie für gelingende Kommunikation. Welche zwei Merkmale kennzeichnen Empathie? Paul Watzlawick formulierte insgesamt fünf Axiome der Kommunikation.
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Looking good and lying to do it: Deception as an impression management strategy in job interviews. Journal of Applied Social Psychology, 36, — Personen agieren zielgerichtet d. Personen sind sensibel für die Folgen ihrer Handlungen. Personen modifizieren nachfolgende Handlungsschritte basierend auf erhaltenen Informationen. Merkmale der Person vgl. Ziel -e vgl. Vermittelnde Prozesse vgl.
Antwortverhalten vgl. Feedback vgl. Wahrnehmung vgl. Dabei können bestimmte Eigenschaften und Merkmale der beteiligten Personen das Kommunikationsverhalten genauso beeinflussen wie die speziellen Eigenheiten der Kommunikationssituation. Auch die Art, wie die Personen sich selbst wahrnehmen d. Die Situation kann sowohl in Form von etwaigen Rollenanforderungen als auch über das physische Setting als Einflussquelle wirken.
So betonen Kaya und Erkip , dass die Art und Weise, wie ein Raum angeordnet und ausgestattet ist, bedeutsamen Einfluss auf die Kommunikationsprozesse haben kann. Sie stellten fest, dass in Abhängigkeit der Räumlichkeit subjektive Empfindungen z. Personen wählen in für sie unangenehmen Räumen weniger persönliche Gesprächsthemen, vermeiden häufiger Augenkontakt und verhalten sich distanzierter.
Umgekehrt kann auch das Kommunikationsverhalten die Personen und die Situation beeinflussen. Die Auseinandersetzung mit anderen Personen kann eigene Überzeugungen, Einstellungen oder auch vorhandenes Wissen ändern vgl. Barrieren, die den Kommunikationsprozess erschweren, können auf jeder der sechs Stufen auftreten z. Diese können prägend auf den Kommunikationsprozess einwirken, indem sie die verfolgten Ziele, Wahrnehmungen und Interaktionsmuster beeinflussen.
Wir werden nachfolgend auf diese Aspekte eingehen. Nach dem konstruktivistischen Paradigma vgl. Westmeyer und Weber ; Westmeyer werden Lernen und Wissenserwerb nicht als Resultat passiver Abbilder der Umwelt, sondern als aktiver Konstruktionsprozess verstanden. Schütz und Hoge Andere Passanten, die den Mann nicht kennen, ziehen mangels entsprechender Vorinformationen und je nach erlernten Wahrnehmungsmustern und ihrer jeweiligen Weltsicht eventuell andere Schlüsse.
So mag die eine oder andere Person den Mann für einen betrunkenen Passanten halten und nicht reagieren. Gerade in Situationen, in denen Menschen Hilfe benötigen, etwa weil sie angegriffen werden, wird immer wieder berichtet, dass Beobachtende das Geschehen — auch aus Angst, in eine unangenehme Situation involviert zu werden — fehlinterpretieren und angeben, sie wollen sich nicht in interne Streitigkeiten einmischen.
Unser Vorwissen über Personen oder unsere Vorannahmen beeinflussen also die Art und Weise, wie wir Beobachtungen interpretieren und somit Wirklichkeit konstruieren. Dies wiederum beeinflusst natürlich unser Kommunikationsverhalten. Um erklären zu können, wie Wissen organisiert ist, verwendet man häufig den Schema-Begriff. Gemeint sind allgemeine Erwartungen und Erfahrungen einer Person, welche in mentalen Wissensstrukturen angeordnet sind.
Diese bilden eine Art Netzwerk und geben Aufschluss darüber, wie Personen die Welt sehen beziehungsweise verstehen. Dabei können verschiedene Arten von Schemata unterschieden werden s. Kasten; vgl. Sie stellen ein organisiertes Wissensset über Eigenschaften und Charakteristika anderer dar. Brötchen beim Bäcker zu kaufen.
Röhner / Schütz | Psychologie der Kommunikation | 3. Auflage | |
In einer Kategorie werden mehr oder weniger typische Vertreter einer Gruppe zusammengefasst. Beispielsweise werden in der Kategorie Obst unter anderem Apfel, Birne und Pflaume subsumiert. Kategorisierung ist notwendig, um Komplexität zu reduzieren und hilft somit bei der Auseinandersetzung mit der komplexen sozialen Umwelt. Jedoch kann die Kategorisierung anderer Menschen auch problematisch sein.
Ein Beispiel hierfür ist die Stereotypisierung anderer Menschen. Stereotype sind vorwiegend kognitiver Natur d. Es sind subjektive Annahmen, auf deren Basis wir vereinfachen und schematisieren — was aber häufig zu Verzerrungen führt vgl. Bergius und Six Beispielsweise werden bei der Nutzung von Stereotypen individuelle Charakteristika weitgehend ignoriert und die Mitglieder einer Gruppe undifferenziert und als weitgehend austauschbar wahrgenommen.
Diese Beispiele sollen verdeutlichen, dass Stereotype, entgegen der Alltagsmeinung, nicht zwingend mit negativen Attributen verknüpft sind. Es wird auch deutlich, dass Stereotype negative Konsequenzen haben können. Dabei entstehen negative Konsequenzen nicht unbedingt nur für die Personen, über die Stereotype gebildet werden z. Zu beachten ist auch, dass Stereotype nicht selten zu einer sich selbsterfüllenden Prophezeiung s.
Kasten führen Merton ; Snyder et al. Exkurs: Was sind sich selbsterfüllende Prophezeiungen? Über sogenannte sich selbsterfüllende Prophezeiungen können Fakten geschaffen werden. Ein einfaches Beispiel: Wenn Susi in ihrem Horoskop liest, dass sie diese Woche den Mann ihrer Träume kennenlernen wird, wird sie ihr Verhalten möglicherweise dieser Information anpassen z.
Durch die Erwartung, erwartungskonforme Reaktionen und selektive Wahrnehmung erwartungskonformer Ereignisse, wird das erwartete Ereignis wahrscheinlicher: Aufgrund ihres geänderten Verhaltens und ihrer Bemühungen hat sie tatsächlich höhere Erfolgschancen, einen entsprechenden Mann kennenzulernen. Analog können durch negative Erwartungen Chancen verstellt werden.
Material, welches dem Stereotyp widerspricht vorgelegt wird. Lai et al. Offensichtlich sind die entsprechenden Stereotype im Erwachsenenalter so fest verankert, dass sie innerhalb weniger Stunden bis Tage zurückkehren Lai et al. Aktuelle Studien analysieren nun den Prozess der Veränderung solcher Assoziationen im Detail Röhner und Lai Wir organisieren unser Wissen also durch Kategorisierung d.
Vertreter einer bestimmten Gruppe werden in dieser zusammengefasst und durch Schemata d. Erwartungen bezüglich der Welt werden angelegt und abgeleitet. Durch Kommunikation ist es nun möglich, über Generationen hinweg Lernerfahrungen und Wissen an andere weiterzugeben und so letztlich Kultur zu schaffen Tomasello Dies ermöglicht prinzipiell, dass nicht jede Person alle wesentlichen Operationen z.
Sie kann sich die notwendigen Handlungsabläufe vielmehr einfach berichten lassen oder sie beispielsweise in einem Buch nachlesen.
Kommunikationsmodelle Psychologie
Notwendig für die effektive Weitergabe von Informationen ist auch deren Management: Wissensmanagement kann als kooperative Aufgabe verstanden werden, bei der es darum geht, Wissen aufzunehmen und weiterzugeben vgl. Schütz und Schröder Zu beachten ist, dass nicht jede Person in jeder Situation gewillt sein muss, ihr Wissen an andere weiterzugeben — etwa aus Wettbewerbsgründen.
Besonders wichtig ist dies im Rahmen direkter interpersonaler Kommunikation. Bedeutsam ist hierfür das kognitionswissenschaftliche Konzept des Common Ground d. In diesem Sinne wird angenommen, dass die am Gespräch beteiligten Personen Hypothesen darüber haben, welches Wissen sie mit dem jeweiligen Gesprächspartner bzw. So nehmen wir beispielsweise bei einer Einladung an, dass wir geteiltes Wissen erzeugt haben, indem wir dem Gastgeber bzw.
Wir erwarten dann, dass dieses Wissen zum Common Ground gehört und die Person uns beispielsweise kein Milchdessert anbieten wird. Seine Frau, die emsig in der Küche arbeitet, missinterpretiert die Situation und denkt, er bräuchte Beschäftigung. Sie redet also so lange auf ihn ein, bis es zur lautstarken Auseinandersetzung kommt. Ein Prüfling, der vor dem Prüfungsraum auf einen anderen Studierenden trifft, welcher seine Prüfung bereits erfolgreich absolviert hat, könnte sich bei diesem beispielsweise erkundigen, was die Prüferin gefragt hat.
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