Psychologe polizei konservativ

Aber die müssen auch gegen die rechtskonservative Lobby ankämpfen - und die besteht auch aus den konservativen Wählern. Es ist ja nicht so, dass die Öffentlichkeit eine einheitliche Meinung zu den Problemen in der Polizei hat. Es gibt genug, die sogar eine noch viel härtere Polizei wollen, die noch stärker durchgreift.

Innenminister Nancy Faeser scheint die Probleme aber offensiver anzugehen als ihr Amtsvorgänger Horst Seehofer. Verschiebt sich die politische Wahrnehmung der Polizei aktuell? Natürlich erkenne ich auch an, dass es Bewegung gibt. Etwa die Einsetzung eines Polizeibeauftragten auf Bundesebene. Auch von den Grünen gibt es auf Bundesebene durchaus immer wieder Impulse für eine Polizeireform.

Die Gewerkschaften waren wahrscheinlich auch mit Herrn Seehofer besser verbandelt als mit Frau Faeser. Die SPD ist auch nicht so anfällig für den konservativen Geist in der Polizei, wie die Union. Es bewegt sich nichts Fundamentales. Es werden mittlerweile durch einige Studien in den Länderpolizeien immer wieder Steine ins Wasser geworfen, die Wellen schlagen und zunehmend dazu führen, dass sich Personalverantwortliche von ihren verkrusteten Positionen wegbewegen, weil sie die Probleme einfach nicht mehr leugnen können.

Debatte um strukturellen Rassismus in der Polizei: Es braucht eine „konkrete Antirassismushaltung“

Aber das passiert in homöopathischen Dosen und nicht mit einer kraftvollen Kneippkur. Den unabhängigen Polizeibeauftragten, den Sie erwähnten, will die Bundesregierung dieses Jahr einsetzen. Er soll unter anderem die Arbeit der Bundespolizei beaufsichtigen. Was halten Sie von dem Posten? Ein Polizeibeauftragter ist besser als kein Polizeibeauftragter.

Prinzipiell ist das eine gute Sache. Er kann etwa Gespräche und Aufklärung initiieren und Opfern eine Stimme geben. Nur ist die deutsche Situation leider so, dass der Polizeibeauftragte keine Ermittlungskompetenz hat. In allen Gesetzen zu dem Posten steht explizit drin, dass er für Strafsachen nicht zuständig ist. Und diese Kompetenzen würde er Ihrer Meinung nach in der Praxis brauchen?

Gerade wenn es um Vorfälle von massivem Polizeiversagen wie beim NSU 2. Denn in Polizeiermittlungen haben viele Menschen kein Vertrauen mehr, besonders dann, wenn es um Beschuldigungen an die Polizei geht. Im Moment ist es so, dass die Erwartungen der Zivilgesellschaft an die Rolle eines oder einer Polizeibeauftragten unheimlich hoch und die ihm oder ihr zugestandenen Kompetenzen durch den Gesetzgeber unheimlich niedrig sind.

Die Gewerkschaften werden nie zulassen, dass irgendwer anders als ein Staatsanwalt in der Polizei rumfuhrwerkt. News Aktuelle News Politik. Interview Polizeistudie. Aktualisiert am Mit der MEGAVO-Polizeistudie sollte die Einstellung von Polizisten in Deutschland untersucht worden. Das merkt man auch den ersten Ergebnissen aus ihr an, meint Polizeiforscher Rafael Behr.

Sie dürfen auch einen Vorschlag machen Ich war an Silvester auch am Dom und kann die Eindrücke von Jan Ü. Vielleicht sollte man "Nafris" durch "Rubejumäs" ersetzen: Rudel besoffener junger Männer. Ich erinnere mich daran, dass in nicht wenigen Leserkommentaren die Pegidisten aus Dresden kategorisch als 'Nazis' bezeichnet wurden. Auch dies wurde hier von keiner Seite kritisiert, obwohl unter den Pegidisten sicherlich auch viele national-konservative eingestellte Menschen ohne braune Einfärbung sind und waren.

Solche Leute bezeichnet man dann auch völlig korrekt als Nazis, als was denn sonst? Etwa als temporär verwirrte Sozialdemokraten Sarrazin'scher Prägung, als neoliberale neonationale Freigeister, oder als unchristliche Konservative auf dem Weg zum geliebten Abendbrotland? Das ist Ihre Deutung. Denn ich erinnere mich mit einiger Verärgerung an die 'Rote-Socken-Kampagne', die vor ein, zwei Jahrzehnten unzulässigerweise verallgemeinernd von den Rechten gegen links verortete Menschen angezettelt wurde.

Nikolai Nikitin In der DDR war 'rote Socke' eine spöttische Bezeichnung für Mitglieder der SED, die keiner Kritik zugänglich waren. Für CDU und FDP war rot dagegen seit jeher die Reizfarbe schlechthin. Mit ihrer damaligen Rote-Socken-Kampagne wollten sie die angebliche Gefahr eines drohenden Linksbündnisses aus SPD und PDS heraufbeschwören, was mit der Realität herzlich wenig zu tun hatte.

Die Kampagne ging dann auch komplett nach hinten los und fand bei den ostdeutschen Verbänden nur wenig Unterstützung. Ihr Vergleich hier ist bei Licht besehen nicht nur völlig falsch, er zeugt auch von einer erschreckenden Geschichtsvergessenheit. Warum das so ist? Guckt einfach mal ins Geschichtsbuch und schaltet den Kopf ein! Trotzdem berechtigt uns es uns nicht, dann auch alle Teilnehmer als Nazis zu bezeichnen.

Denn wäre dies der Fall, hätte man längst alle Pegida-Veranstaltungen, z. Sollten Sie anderer Meinung sein, bleibt es Ihnen unbenommen, auf juristischem Wege ein Pegida-Verbot zu erwirken. Solange Nazis ungehindert Pegida-Veranstaltungen prägen können, werde ich Pegida Teilnehmer nicht anders als Nazis bezeichnen können. Fin aussi.

Man stelle sich vor, 1. Die werden hoffentlich auch erst mal eingekreist und kontrolliert noch besser: gar nicht nach Kreuzberg gelassen das wäre streng genommen auch "racial profiling". Wir sind uns wohl alle einig, dass ein solcher Einsatz angemessen und notwendig ist. Nicht anders ist der Einsatz in Köln nach den Vorkommnissen im letzten Jahr zu bewerten.

Nein, wir sind uns nicht einig, dass Steuergelder für den Kölner Hbf verschwendet werden müssen. Mit Vergleiche ist es immer so eine Sache. Es kann u. Wir müssen zurück zu wo Menschen ohne Angst feiern dürfen und können. Dafür müssen wir solange es erforderlich ist, ungewöhnlichen Methode anwenden. Wenn nur eine der angereiste Nord-Afrikaner sich eine Gedanke dazu gemacht hätte, wäre er gar nicht erst angereist.

Das war eine reine Provokation. Ich bin persönlich sehr aktiv in Unterstützung von Flüchtlinge, und lasse mich von meinen Weg nicht abbringen. Das was die Kölner Polizei gemacht hat, macht mein Leben, und das Leben von Flüchtlinge insgesamt einfacher.

Polizei in NRW: "Wo waren da die Vorgesetzten?"

Also Ihrer Meinung nach hätte kein Mann nordafrikanischer Herkunft am Dom feiern dürfen weil was?? Sein Mannsein ein Problem ist? Seine Hautfarbe? Wie wärs denn mit der umgekehrten Unlogik: wenn sich nur eine der angereisten Frauen dazu Gedanken gemacht hätten, wären sie gar nicht erst angereist. Das war eine reine Provokation, denn immerhin ist ja der ganze Aufwand nur betrieben worden, um die Frauen zu schützen Christoph Saeftel Kapieren Sie echt nicht den Unterschied zwischen Nazioutfit vs.

Racial Profiling an sich darf es nicht geben. Das war für mich ein Schock. Wie gesagt Ich hätte mich spätestens seit damals nachts nicht freiwillig in solche Gegenden gewagt. Wir haben ein mehfach geteiltes Deutschland, darunter schon zwischen Nacht und Tag und scheinbar auch in der Wahrnehmung das nicht zu wissen. Na, jetzt zerstören Sie aber die schöne Vision der Welt der BRD, in der sich angeblich jeder unabhängig von eigener Verantwortung frei bewegen kann.

Dabei haben wir schon Wölfe, Bären, Hornissen und alles, was ein wenig gefährlich werden könnte so gut wie ausgerottet in Deutschland. Steht das jetzt dem urbanisierten Nordafrikaner bevor? Ich sehe es genauso wie Sie und meide den Kölner Hbf. Dennoch denke ich auch, dass bei der ganzen Debatte die Eigenverantwortung, dass man nicht an allen Orten der Welt gleich sicher ist oder sich gleich sicher fühlen muss, völlig vernachlässigt wird, weil man das Image vom Kölner Hbf nicht angreifen will.

Selbst im viel gescholtenen Ehrenfeld fühle ich mich auf dem Bahnhof wohler,. Denn wäre es wie exakt vor einem Jahr nun abermals zu massenhaften Vergewaltigungen, sexuellen Nötigungen und Beraubungen von Frauen gekommen, hätte dies wohl den endgültigen Rücktritt der Polizeiführung, des NRW-Innenministers, vielleicht sogar der Ministerpräsidentin bedeutet.

Nikolai Nikitin Definieren Sie bitte "massenhaft" sonst könnte man meinen Sie schreiben Quatsch. Fünf Anzeigen wurden wegen vollendeter Vergewaltigung und 16 wegen versuchter Vergewaltigung erstattet. Nikolai Nikitin Ich will auf keinen Fall verharmlosen, was damals passiert ist, aber hätten Sie vielleicht auch noch eine Statistik zur Hand, in der die Verurteilungen aufgeführt wurden, bzw.

Tom Farmer Mein lieber Herr Tom Farmer, der Begriff 'massenhaft' bezog sich auf alle im Text folgenden Verbrechenskategorien, nämlich 'Vergewaltigungen, sexuelle Nötigungen und Beraubungen von Frauen', nicht mehr und nicht weniger. Nikolai Nikitin Jap, man sollte fairerweise den Druck berücksichtigen, unter dem Polizei und Politik stand. Wäre dieses Jahr wieder etwas vorgefallen, wäre die Kritik von allen Seiten zurecht gigantisch gewesen.

Und das gesellschaftliche Klima und die Anti-Flüchtlinge-Stimmung hätten sich weiter aufgeheizt. Zum einen sollten Berufspolitiker mit solchem Druck, wie Sie ihn meinen, umgehen und dabei weitsichtig handeln können. Damit wurde ein starkes Bild gezeigt, das vermutlich nicht dazu geeignet ist, einträchtiges gesellschaftliches Miteinander zu befödern. Es wird mit solchem Vorgehen eben keine konkrete Tat sanktioniert, sondern schlicht Aussehen und Herkunft.

Die Polizei weist den Vorwurf des Racial Profilings von sich mit der Begründung, dass Leute, die sich "verdächtig verhalten" haben kontrolliert wurden. Was ist denn ein "latent aggressives Auftreten", bzw. Ich würde sagen, das ist sehr subjektiv, und von der Tendenz her werden viele Leute Menschen mit anderer Hautfarbe eher so einstufen Übrigens lange bevor ich Hautfarbe oder sogar Geschlecht erkennen kann.

Ich war Sylvesterabend am Dom, um mir die Szenerie selbst anzuschauen. Dort war die Situation sehr entspannt und fröhlich, soweit das ohne Glühwein bei eisigen Temperaturen gong. Unter den Besuchern genossen tatsächlich auffallend viele junge Nordafrikaner das Event. Was mich überrascht hat und gefreut, weil man sie offensichtlich nich weggefiltert hat.

Ich glaube die Polizei hat mehr Lob als Tadel verdient. Wir "Linksliberale" sollten nicht immer unseren Moralkodex spazieren tragen. Wenn dies höflich geschieht, ist es völlig in Ordnung. Es wäre mutig, klug und schön, wenn das Kulturprogramm im nächsten Jahr auch arabische Akzente setzen würde! Alles Gute für !

Es wurden lt. Tagesschau auch nicht alle Nordafrikaner und Flüchtlinge nicht eingelassen. Diese Menschen, die auch kontrolliert wurden, fanden dies lt.

Kriminologe: kein Einzelfall - aber auch kein Muster

Wer sich über die Kontrollen aufregt registriert wohl nicht, dass sich einiges geändert hat. Der Autor des Kommentars scheint mir die Aktion der Polizei im Allgemeinen nicht zu unterstützen. Könnte nicht eine stilistische Verschlimmbesserung die Ursache für den unseligen und mehfach kritisierten ersten Satz gewesen sein? Wäre stilistisch nicht besonders gut gewesen, passt aber besser zum Gesamttenor der Kommentars.

Aufgrund des "Verhaltens" verwiesen — nun, wie "verhält" man sich denn zu Sylvester? Aufgrund des Verhaltens kann es also wohl nicht gewesen sein. Wie verhält man sich darüber hinaus "eigenartig" oder "verdächtig"? Gibt es auch keine Antwort drauf. Eine - sylvestertypisch - feiernde, angetrunkene, männliche und deutsche Jugendgruppe, wäre also als genauso "eigenartig", und "verdächtig" angesehen gewesen.

Im Sinne von "die können ja nichts Gutes im Schilde führen". Ach ja, richtig, falsches Jahr - Mensch, das ist blöd. Und dieses Jahr wurden vmtl. Ich verstehe schon Hr. Es tut mir so leid für Sie! Vielleicht waren auch die Nürnberger Rassegesetze von richtig? Hat sich damals bestimmt mancher Deutsche gesagt.

Schon mal Grundgesetz gelesen, Herr Herwartz? Artikel 3, Abs. Da steht sogar noch "Rasse" drin, für alle, die's ganz deutlich und streng konservativ brauchen. Was zählt, sind ihre tatsächlichen und eben nicht die unterstellten! Sonst nichts. Und Mensch für Mensch betrachtet. Ich kann auch gern mal in "seriösem Deutsch veranschaulichen, was mich an Fr.

Karins Kommentar so stört: Der genüssliche Populismus, der sie vmtl. Bediene dich der Waffen Deiner Feinde - und Du wirst so sein wie sie. Empfehlung meinerseits: Immer mal wenn man nachts allein unterwegs ist als Frau, das Grundgesetz in gedruckter Ausgabe mitführen, im Fall des Bedrängtwerdens dann die richtigen zitatwürdigen Stellen finden und schnell vorlesen - hilft bestimmt.

Oder vielleicht mal fragen, ob man mal 24 Stunden der Polizeiarbeit beiwohnen darf, und dann noch mal über dies eigene Sicht nachdenken und dannnicht mehr über Rassegesetze von annodunnemals rumschwafeln. Müllermilch Korrekt. Rund junge Männer wurden demnach an der Anreise zum Dom gehindert. Man habe eine "massive.

Anreise" dieser Personengruppe festgestellt und mit einer Zahl "in dieser Dimension" nicht gerechnet. Die Frage lautet nun: Wo hört der Einzelfall auf? Hinzu kommen ungünstige, eher allgemeine Rahmenbedingungen, die diese Situation noch befördern statt sie zu verhindern. Nehmen wir etwa bestimmte Werbekampagnen der Polizei. Ein aktuelles Video der Bundespolizei fährt zum Beispiel alles auf, was an Waffen und Gerät verfügbar ist.

Die Bundespolizei wirbt mit einem Actiontrailer für neue Rekruten. Jüngst wurde zum Beispiel der Fall eines Hauptkommissars bekannt, der das Logo des Punishers, einen Totenkopf, als Mail-Signatur genutzt hat. Der Punisher ist aber auch nur ein Comic. Was ist so falsch daran, sich mit ihm zu identifizieren? Trotzdem wäre es alles andere als lustig, wenn ich als Polizist die Dienstkleidung mit schwarzer Haube und Umhang kombiniere.

Im Fall des Punishers schwingt das Gefühl mit, selbst mit der Waffe loszuziehen und für Gerechtigkeit zu sorgen. Polizisten sollen aber Freund und Helfer sein und keine selbstgerechten Killermaschinen. Das Problem ist ein anderes. Kein anderer derart komplexer Beruf hat eine so kurze Ausbildungszeit. Für die vermeintlich 'weichen Inhalte' bleibt dabei zu oft wenig Zeit, also zum Beispiel das Reflektieren über den NSU und die Versäumnisse der Polizei beim Aufdecken dieser Terrorzelle, vor allem aber auch die aktuellen Polizeiskandale.

Das Problem ist: In den meisten Bereichen sind diese nicht verpflichtend. Im Zweifel eher die, die sowieso für das Thema sensibilisiert sind — nicht aber die, die es nötig hätten. Präventionsmechanismen greifen also nur eingeschränkt. So läuft es auch in anderen professionalisierten Berufen ab. Neben den strukturellen Problemen innerhalb der Polizei — welche Rolle spielt die Politik?

Ein Interview von Daniel Ryser , Die Republik ist ein digitales Magazin für Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur — finanziert von seinen Leserinnen. Es ist komplett werbefrei und unabhängig. Lösen Sie jetzt ein Abo oder eine Mitgliedschaft! Sie wurde verdächtigt, eine terroristische Vereinigung gegründet zu haben — weil sie einen Neonazi verprügelt haben soll.

Eine kriminelle Vereinigung sieht hier scheinbar niemand. Zuvorderst die Frage, die bis heute nicht beantwortet ist: Wie konnte es sein, dass die mordenden Neonazis so lange unentdeckt blieben? Man wird es vermutlich nie erfahren. Wenn hingegen Querdenker demonstrieren, prügeln ihnen Polizisten auch dann den Weg durch Veloblockaden frei , wenn die Demonstration gar nicht bewilligt ist oder Neonazis Jagd auf Journalistinnen machen.

Irgendwie und irgendwann habe ich keine Lust mehr, immer das Gleiche zu lesen. Und es gibt niemanden, der dieses Polizeigebahren unabhängig untersucht. So verspielt die Polizei das letzte Vertrauen. Es sind keine Einzelfälle. Wir haben es mit einem strukturellen Problem zu tun. Zum einen ist die Polizei per se eine konservative Institution.

Zum anderen trifft dies in Deutschland ganz besonders zu, weil sie aufgrund ihrer Abgeschlossenheit im eigenen Saft schmort. So entsteht von Anfang an eine Subkultur, in der man eine bestimmte Form von Angepasstheit lernt und in der sich bestimmte Stereotype entwickeln. Damit kommt man dann entweder klar oder nicht. Aber der Abbruch der Ausbildung oder das spätere Ausscheiden aus dem Dienst sind schwierig.

Weil die Ausbildung kostenlos ist. Es gibt keine Alternativen. Das ist aber alles finanziell uninteressant. Und sie verlieren die Beamtenpension. Das heisst? Es sind nicht zufällig junge Beamtinnen und Beamte, die aufbegehren. Die Älteren haben ihre Pension vor Augen und kämpfen ums Überleben. Zur Person. Davor war er 20 Jahre lang Rektor und Professor an der Hochschule für Polizei Baden-Württemberg.

Diese Skandale um rechtsextreme Polizisten: ein strukturelles Problem? Nun, Strukturen sind für sich gesehen nicht rassistisch. Aber es gibt strukturelle Aspekte, die Diskriminierung fördern können. Aber das ist leider oft nicht der Fall. Was meinen Sie damit? Jeder Beamte muss selbst sehen, wie er klarkommt.

Linke in die Polizei

Wie kommt so was zustande? Die oberste Prämisse der Politik lautet: Polizei muss geräuschlos funktionieren. Alles, was diese Ruhe stört, muss entweder möglichst schnell beseitigt werden oder darf erst gar nicht aufkommen. Warum durchbricht es diese Blase nicht? Der Innenminister steht selbst enorm unter Druck. Und wenn man ein Problem hat oder ein Skandal droht, dann muss alles unter einer Decke bleiben.