Irrationales verhalten psychologie

Niemand möchte bestreiten, dass Menschen intelligente Wesen sind.

Und führe mich nicht in Versuchung: Der irrationale Mensch: Diskurs: › Diskurs

Doch wir alle verhalten uns im Alltag oft irrational. Ob beim Einkaufen, dem Verwalten unserer Finanzen oder in unseren Lebensgewohnheiten: Andauernd treffen wir Entscheidungen, die alles andere sind als optimal. Dabei müssten wir eigentlich schlauer sein — und zwar meistens sogar schon vorher Folgende Einflüsse, die dabei eine Rolle spielen und uns häufig vom rationalen Weg abbringen, haben sie dabei bereits als wichtig identifiziert.

Widerstrebende Neigungen Viele unserer Entscheidungen haben unmittelbare und langfristige Folgen und oft sind nicht beide für uns gut. Gerade wenn unmittelbar ein Glücksgefühl lockt, neigen wir dazu, die langfristigen Folgen beiseite zu schieben, obwohl wir sie kennen. Überbewertung der eigenen Erfahrung Was Verhaltensökonomen mit "falscher Heuristik" bezeichnen, meint die Tatsache, dass wir ausgehend von unserem Wissen und Erfahrungsschatz Generalisierungen vornehmen, die objektiv betrachtet nicht korrekt sind.

Als Studentin beschäftigte sie sich intensiv mit Fragen der Diskriminierung und sozialen Gerechtigkeit und nahm auch an Anti-Atomkraft-Demonstrationen teil. Welche Alternative ist wahrscheinlicher? Linda ist eine Bankangestellte. Linda ist Bankangestellte und engagiert sich in der feministischen Bewegung. Klar, sie passt besser zu der Geschichte, die wir uns über Linda ausgemalt haben.

Aber aus statistischer Sicht ist die erste Möglichkeit wesentlich wahrscheinlicher. Besitztumseffekt Endowment Effect Warum fordern wir oft überhöhte Preise, wenn wir unsere eigenen Besitztümer verkaufen? Wir neigen dazu, die Wertigkeit von Gegenständen zu überschätzen, sobald wir sie besitzen. Interessanterweise neigen Menschen aus individualistischen Kulturen stärker zur Selbstpräsentation als Menschen aus kollektivistischen Kulturen.

Forscher vermuten, dass dies bei westlichen Menschen zu einem ausgeprägteren Besitztumseffekt führt als bei Ostasiaten. Beispiel Lass uns ein weiteres Beispiel von Daniel Kahneman ansehen. In einem Experiment erhielten Studenten eine kostenlose Tasse und hatten später die Möglichkeit, diese zu verkaufen. Andere erhielten kein Geschenk und wurden später gefragt, wie viel sie für die Tasse ausgeben würden.

Das Ergebnis: Ein Tassenbesitzer schätzte den Gegenstand doppelt so wertvoll ein wie jemand, der das Geschenk nicht bekommen hatte. Bestätigungsfehler Confirmation Bias Warum nehmen wir nur das wahr, was wir sehen wollen? Wir verleihen oft Informationen, die unsere bestehenden Überzeugungen, Annahmen oder Hypothesen stärken, mehr Aufmerksamkeit und Wichtigkeit, während wir Informationen, die dem widersprechen, eher ignorieren oder abwerten.

Beispiel Vielleicht mögen wir die sozialen Medien gerade so sehr, weil sie uns genau das zeigen, was wir sehen wollen. Die Algorithmen der sozialen Medien lernen, was Nutzern gefällt. Dann bieten sie dementsprechende Informationen an, wodurch der Nutzer länger auf der Plattform verweilt. Allerdings wird der Nutzer dadurch auch in eine Spirale immer gleicher Ideen gezogen, eine sogenannte Echokammer.

Empathielücke Empathy Gap Warum fällt es uns so schwer, uns in andere hineinzuversetzen? Wir neigen dazu, zu unterschätzen, wie sehr unsere Gefühle unser Urteils- und Entscheidungsvermögen beeinflussen. Es fällt uns zum Beispiel schwer, die Perspektive von jemandem einzunehmen, der sich in einem anderen mentalen Zustand befindet als wir—sei es eine andere Person oder unser zukünftiges Ich.

Beispiel Die Empathielücke ist der Grund, warum es uns manchmal schwerfällt zu erkennen, dass jemand nicht die gleichen Gefühle für uns empfindet, wie wir für ihn. Halo-Effekt Halo Effect Warum erwarten Lehrer von attraktiveren Schülern bessere Leistungen? Wir neigen zu der Annahme, dass Menschen oder Dinge, die in einem Bereich gut sind, auch in anderen Bereichen besser abschneiden.

Beispiel Menschen verbinden zum Beispiel attraktive Verpackungen mit hochwertigen und teureren Produkten. Möchtest du mehr über diese kognitive Verzerrung erfahren? Ich habe einen ausführlichen Blog-Beitrag über den Halo-Effekt im Branding und Marketing geschrieben, in dem ich auch mehr Studien und Beispiele nenne. Handlungstendenz Action Bias Warum horden wir Klopapier als Reaktion auf COVID?

Dies hatte schon der stoische Philosoph Epiktet festgestellt. Es lässt sich also festhalten, dass die REVT ein Teil der folgenden Hypothese ist: — Es sind nicht Ereignisse A , die für unseren Gefühlszustand C verantwortlich sind, sondern die Art und Weise, wie wir sie interpretieren B. Wenn wir also unser geistiges Schema verändern können, d.

Rationale Gedanken sind normalerweise flexibler, legen uns keine Hindernisse in den Weg und erzeugen nicht so viel Stress wie die irrationalen Gedanken. Dieses Verhalten wird als Mean Reversion bezeichnet. Saisonalitäten und Überreaktionen sind mit der Effizienzmarkthypothese nur bedingt vereinbar.

Sie wären allerdings durch Risikoanpassungen des Marktes auch innerhalb der Effizienzmarkthypothese erklärbar. Er handelt nie irrational, ist immer darauf bedacht seinen Nutzen zu maximieren und verfügt stets über vollständige Informationen. Sollten sich die Preise an einem Kapitalmarkt nicht auf rationalem Niveau befinden, würde sofort Arbitragehandel einsetzen.

In einem effizienten Kapitalmarkt besteht im Allgemeinen keine Möglichkeit Nutzen aus Arbitrage zu ziehen, da die Preisunterschiede sofort durch andere Kapitalmarktteilnehmer ausgeglichen werden. Nachfolgend werden verschiedene Grenzen der Arbitrage vorgestellt. Durch die Arbitrage werden die Preise wieder auf ein rationales Niveau zurückgeführt und das Marktgleichgewicht wird gesichert.

Verhaltensökonomie: Darum triffst du oft irrationale Entscheidungen

Vielmehr soll auf den Ausgleich irrationaler Preisdifferenzen bei geringem Risiko geachtet werden. Der Arbitrage sind verschiedene Grenzen gesetzt. So können Transaktionskosten, fundamentale Risiken oder das Noise Trader Risk[36] die Arbitrage einschränken oder behindern. So hemmen z. Überschreiten die Transaktionskosten den Arbitragegewinn, dann würde ein Arbitrageur einen Verlust in Höhe der Differenz zwischen Gewinn und Transaktionskosten erleiden.

Derartige Transaktionen werden somit nicht getätigt, weshalb die Arbitrage erst einsetzen kann, wenn die Transaktionskosten mindestens gedeckt sind. Wahrscheinlich wird eine Arbitrage erst beginnen, wenn ein adäquater Gewinn die eingegangenen Risiken der Arbitrage rechtfertigt. So können neue Gewinnprognosen den Kurs eines Wertpapieres beeinflussen und einen vorher ungerechtfertigt hohen oder niedrigen Preis bestätigen.

Somit würden die Akteure am Kapitalmarkt ihre Einschätzungen entsprechend dem Satz von Bayes anpassen und einen neuen, rationalen Preis finden. Ein Arbitrageur, der vorher gegen den irrationalen Preis spekuliert hätte, würde folglich Verluste erleiden, da der frühere irrationale Preis nun rational gerechtfertigt ist. Selbst wenn der Arbitrageur eine Gegenposition durch ein Substitut eingehen möchte, um so die Position gegen fundamentale Risiken abzusichern, bleibt festzustellen, dass in der Regel nicht immer perfekte Substitute an den Wertpapiermärkten existieren.

Denn die allzeitige Handelbarkeit dieser Vermögenswerte kann nicht gewährleistet werden. Besonders bei negativen Schocks wären illiquide Wertpapiere nicht mehr zu rationalen Preisen handelbar, da mögliche Käufer niedrige Preise diktieren könnten.