Psychologie denken wie andere
Bender: In unserer Studie wollen wir herausfinden, wie es Menschen mit Ängsten schaffen können, sich mutig zu verhalten und gegen diese anzugehen. Es gibt bestimmte Strukturen im Gehirn, die für die Kompensation von Ängsten verantwortlich sind. In unseren Tests untersuchen wir, was genau in diesen Hirnarealen passiert.
Zum einen bei Menschen mit spezifischen Phobien wie Höhenangst. Zum anderen bei Menschen mit sozialen Phobien. Und bei Menschen ohne Phobie. Durch die Studien-Resultate wollen wir den Betroffenen besser helfen können, Strategien zu entwickeln, um sich mit den Ängsten zu konfrontieren. Und das ist ein ganz wichtiger Punkt in der Therapie: Wenn man es schafft, sich genügend lange einer Angst zu stellen, besiegt man sie irgendwann.
Der Körper hält die Angst nicht unendlich aus, sondern sie lässt irgendwann nach. Weshalb haben eigentlich besonders Teenager so viel Angst, nicht dazuzugehören?
Alle werden so denken wie ich: Psychologie Heute
Warum ist es ihnen so wichtig, wie sie ankommen? Bender: Teenager müssen sich erst noch finden und sind in einer besonders verwundbaren Phase. Wann sollte ich einen Psychotherapeuten aufsuchen? Eine Psychotherapie ist sinnvoll, wenn negative Gedanken die Lebensqualität nachhaltig und dauerhaft beeinträchtigen. Wer eine längere psychische Krise durchmacht, ständig Sorgen oder Ängste hat oder stets erschöpft ist, sollte einen Psychiater oder Psychotherapeuten aufsuchen.
Der Experte findet dann gemeinsam mit dem Betroffenen heraus, woher die negativen Gedanken kommen. Martin Keck Chefarzt der Psychosomatik, Psychotherapie und Psychiatrie der Rehaklinik Seewis in Graubünden sowie Gründer der Akademie für Prävention und Psychotherapie Kloster Frauenchiemsee Wie werde ich meine negativen Gedanken los?
Negative Gedanken können wir zunächst selbst erforschen. Nicht selten steckt hinter ihnen ein geringes Selbstbewusstsein.
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Wir sind also überzeugt von unseren Fähigkeiten. Wenn wir an dieser Überzeugung — unserer Selbstwirksamkeit — arbeiten, erleben und bewerten wir unsere Fähigkeiten zukünftig positiver. Manchmal überwinden wir dadurch sogar Ängste. Kleine Projekte verhelfen uns zu mehr Selbstbewusstsein, das kann die Lösung eines Computerproblems oder das Kochen eines Drei-Gänge-Menüs sein. Im Rahmen einer Psychotherapie werden die negativen Gedanken zunächst näher betrachtet.
Der Neurobiologe Professor Doktor Martin Korte hat es uns erklärt. Was spielt es schon für eine Rolle, was andere Menschen über mich denken.
Experte erklärt: Deswegen ist es dir wichtig, was Andere von dir denken
Wie sie meine Leistungen beurteilen. Ob sie mich sympathisch finden oder attraktiv. Was sie von meinen Entscheidungen halten. Die Hauptsache ist doch, dass ich mit dem, was ich tue, zufrieden bin und stolz auf mich sein kann. So weit die Theorie. Und ein Stück weit auch mein Mantra. Denn wer möchte schon von der Meinung anderer Menschen abhängig sein?
Ich jedenfalls nicht. Die Projektion einer Notwendigkeit. Diese ist etwas schwieriger zu entdecken. Sie taucht zum Beispiel auf, wenn eine Person jedem, den sie kennt, ungebetene Ratschläge gibt. Jedoch sucht sie wahrscheinlich nach jemandem, der sie betreut. Die Projektion von Persönlichkeitsmerkmalen. Diese taucht auf, wenn wir anderen das vorwerfen, was sie tun — aber auch das, was wir selbst tun.
Ein rauchender Vater sollte zum Beispiel darüber nachdenken, ob er wirklich seine Kinder kritisiert, wenn er ihnen sagt, dass sie schlechte Menschen seien, weil sie rauchen. Das ist ein klassischer Fall von Übeltätern, die von anderen das Schlimmste denken. Darüber hinaus sehen wir die Projektion nicht nur in vereinzelten Beispielen.
Oftmals konstruieren wir ganze Theorien, die nur bestimmte Perspektiven in Betracht ziehen. Das passierte beispielsweise, als die egozentrische Menschheit sich weigerte, zu akzeptieren, dass die Erde um die Sonne kreist und nicht umgekehrt. Sich der eigenen Projektionen bewusst werden Wenn du es schaffst, dir deiner Projektionen bewusst zu werden, wirst du dich selbst besser kennenlernen.
Wenn du das möchtest, ist es am effektivsten, wenn du einen gewissen Abstand wahrst und versuchst, dich selbst zu beobachten und ehrlich zu reflektieren, was du siehst.