Intervention mapping psychologie deutsch
Aufgabe des Individuums ist es nun, eine Balance zwischen den umweltbedingten Anforderungen und den persönlichen Bewältigungsstrategien zu halten. Dies geschieht zunächst einmal in der pascalschen Erkenntnis, dass der Stress im Kopf entsteht. In diesem Sinne stehen auch die Hochschulen in der Verantwortung, entsprechende Lebens- und Arbeitsverhältnisse zu schaffen, die eine Balance von Anspannung und Entspannung ermöglichen vgl.
Kaluza, Für die Analyse von Lebensqualität und gesundheitsbezogenen Risiken, sowie zur Bestimmung von Verhältnis- und Verhaltensursachen in der Zielgruppe der Bachelorstudenten [3] , erweist sich das PRECEDE-Modell von Green und Kreuter als operabel. Die Durchführung dieser Bedürfnisanalyse obliegt einer Planungsgruppe, die aus Sportwissenschaftlern, Sozialpsychologen des Lehrstuhls für Sport- und Gesundheitspsychologie, Mitarbeiter des Hochschulsports und betroffenen Studierenden, die bereits eine erfolgreiche Stressbewältigung durchlebt haben, zusammengesetzt ist.
Die Supervision der Planungsgruppe übernimmt der Gesundheitsmanager der Universität. Zur kontinuierlichen Sicherung der finanziellen Lage, orientiert sich die Planungsgruppe an den Vorgaben der Techniker Krankenkasse Zur Analyse der Ausgangssituation der Studierenden als auch der strukturellen Gegebenheiten der Universität müssen geeignete Instrumente der hochschulbezogenen Gesundheitsförderung erfasst und selegiert werden.
Techniker Krankenkasse, Insbesondere die Fokusgruppenbefragung zeichnet sich durch eine effiziente Durchführung aus, die auf neue Erkenntnisse, Probleme und Defizite in einer Organisation hinweist Michel, , S. Häufig angewendet wurde es z. Saulle et al. Ein Beispiel aus Deutschland ist seine Anwendung als praxisorientierter Forschungsprozess für das BZgA-Pilotprojekt zum Einsatz von Social Media in der gesundheitlichen Aufklärung im Bereich Familienplanung und Sexualaufklärung vgl.
Beforscht wurden Nutzung und Interaktion der BZgA-Websites www. Das Intervention Mapping IM von Bartholomew Eldredge et al. Die zugrundliegende Perspektive ist ebenfalls eine sozial-ökologische — es werden also Gesundheits- und Verhaltensdeterminanten auf unterschiedlichen Ebenen betrachtet. Zudem zielt auch das IM auf eine Partizipation der Zielgruppe Partizipation: Mitentscheidung der Bürgerinnen und Bürger und die interdisziplinäre sowie sektorale Zusammenarbeit der zentralen Stakeholder.
Die Interventionen bezogen sich auf die Prävention sexuell übertragbarer Krankheiten, Grippe, Gebärmutterhals- und Brustkrebs, Schlaganfällen sowie aktivitätsbedingte Verletzungen. Die bisher beschriebenen Modelle leiten an, systematisch zu begründen, welche Determinanten verändert werden müssen. Nur das IM bietet dabei ein klares Raster, um geeignete Interventionsmethoden auszuwählen.
Die einheitliche Benennung dieser Methoden in Interventionsbeschreibungen erleichtert es, Erkenntnisse aus Evaluationsstudien zu vergleichen und zu beurteilen, ob bestimmte Methoden mit dem Interventionserfolg zusammenhängen. Sie wurde in einem mehrschrittigen Verfahren von einer multidisziplinären und internationalen Expertengruppe entwickelt.
Die BCT-Taxonomie beschreibt 93 mögliche Interventionsmethoden zur Verhaltensänderung in 16 Bereichen, wie Ziele und Planung, Feedback und Belohnungen vgl. Jede BCT wird definiert und durch Anwendungsbeispiele erläutert. Die vollständige Taxonomie ist als App für Android und Apple kostenfrei verfügbar. Für die BCT-Bezeichnungen liegt eine deutsche Übersetzung vor, um auch hierbei Einheitlichkeit zu gewährleisten vgl.
Zudem wird ein Klassifikationssystem geschaffen, das zur reliablen Erfassung von Interventionsmethoden im Rahmen von systematischen Übersichtsarbeiten genutzt werden kann. So sind auch eine nachträgliche Vereinheitlichung und Gegenüberstellung möglich. Abraham et al. Die BCT-Taxonomie kann insbesondere zu einer Weiterentwicklung der Evidenzbasierung von Interventionen beitragen.
Dies ist ein weiteres Planungswerkzeug, das ebenfalls darauf zielt, Verhaltensdeterminanten zu identifizieren. Hierbei wird bereits ein Rahmenmodell eines logischen Modells bereitgestellt. Ziel der Arbeitsgruppe um Susan Michie ist es, einfache und zukünftig auch automatisierte Tools zu entwickeln, die systematisches, evidenzbasiertes Planen in der Praxis erleichtern.
Es unterstützt damit logische Modelle der Veränderung, indem geeignete Methoden für zu verändernde Determinanten auf Grundlage der aktuell vorliegenden Evidenz ausgewählt werden können. Aussagen über die Evidenz wurden in einem mehrstufigen Prozess entwickelt, in den sowohl eine Literaturübersicht als auch Experteneinschätzungen eingingen vgl.
Johnston et al. In dem Tool werden Veränderungsmechanismen für bislang 74 häufig genutzte BCTs in einer Matrix visualisiert. Es wird farblich codiert, ob ausreichend Evidenz besteht, um zwischen ihnen und 26 Determinanten einen Zusammenhang annehmen zu können, der die Anwendung in einer Intervention begründet. Bisher konnten 51 potenziell effektive BCTs für 22 häufige Determinanten identifiziert werden.
Für fast ein Drittel der möglichen Verbindungen wurde kein Zusammenhang bestätigt. Das Tool hilft demnach auch dabei, Forschungslücken zu Wirkmechanismen zu identifizieren. Inwiefern theoriebasierte Interventionen hinsichtlich ihrer Wirksamkeit überlegen sind, kann mit der bestehenden Evidenz nicht eindeutig belegt werden. So werden zwar oft Theorien als Grundlage benannt; wie genau sie aber für die Interventionsplanung genutzt wurden, bleibt häufig offen.
Hinzu kommen Schwächen in der Anpassung an Kontextbedingungen sowie der Evaluation, die die Wirkmechanismen mit einem adäquaten Studiendesign abbilden sollte. Ein Vorgehen entsprechend der vorgestellten Modelle kann diesen Schwächen begegnen. Es dient dazu, einen komplexen Problembereich besser zu verstehen und gezielt so zu priorisieren, dass eine Interventionswirkung wahrscheinlicher wird.
Auch verbessert sich die Möglichkeit der Replizierbarkeit. Zu beachten ist, dass es gleichzeitig einen höheren Zeit-, Personal- und Kostenaufwand bedeuten kann. Da hierdurch jedoch bessere Ergebnisse zu erwarten sind, stellt es einen lohnenden Aufwand dar. Insbesondere das IM stellt einen sehr technischen Prozess dar. Der Forderung nach eigenen Studien für den Planungsprozess kann aufgrund fehlender zeitlicher und finanzieller Ressourcen nur selten nachgekommen werden.
Deshalb nimmt die Prüfung der bestehenden Evidenz und relevanter Theorien einen bedeutsamen Stellenwert für die Begründung aller notwendigen Schritte von der Beschreibung des Problems bis zu seiner Lösung ein. Planungsmodelle wie das Intervention Mapping sowie einheitliche Taxonomien von Interventionsmethoden können die Weiterentwicklung von Theorie- und Evidenzbasierung in Prävention und Gesundheitsförderung vorantreiben.
Die Umsetzung ist komplex und sollte interdisziplinär erfolgen. Eine grundlegende Einführung in die zentralen Konzepte des systematischen Planens, unabhängig von einem bestimmten Planungsmodell, gibt z.
Intervention Mapping und die Gesundheitsförderung von Berufskraftfahrern: GRIN
Schlicht Auch wenn die in diesem Beitrag vorgestellten Planungsmodelle einen auf den ersten Blick linearen Prozess vorschlagen, ist zu beachten, dass ständige Rückkopplungsschleifen zwischen den Schritten notwendig sind. Wichtig ist eine enge Zusammenarbeit von Wissenschaft und Praxis, um einerseits ein zielführendes Wirkmodell mit angemessenen Methoden und entsprechender Evaluation zu entwickeln.
Andererseits soll die tatsächliche Anwendbarkeit im Zielkontext entsprechend der Zielgruppe und Rahmenbedingungen sichergestellt werden. Abraham, C. Reliability of identification of behavior change techniques in intervention descriptions. Annals of Behavioral Medicine , 49 6 , — Bartholomew, L. Planning models for theory-based health promotion interventions.
Glanz, B. Viswanath Hrsg. Health behavior. Theory, research and practice S. San Francisco: Jossey-Bass. Bartholomew Eldredge, L. Handys eignen sich gut zur Zustellung von Verhaltensinterventionen. Der Fortschritt der mobilen Technologie, die interne Sensoren über den Standort des Benutzers, Bewegung, Emotion und soziales Engagement beinhalten, erhöht die Aussicht auf eine kontinuierliche und automatisierte Verfolgung gesundheitsbezogener Verhaltensweisen.
Dies unterstützt Selbstregulierungstechniken z. Zielsetzung und Überwachung. Solche Interventionen können billiger, bequemer oder weniger stigmatisierend sein aufgrund der privaten Beteiligung. Es gibt eine rapide Entwicklung von und Interesse an Smartphone-Applikationen, doch die Forschung zu ihrer Bewertung steckt noch in den Kinderschuhen. Die Herausforderung wird darin bestehen, eine langfristige Nutzung und effektive Verhaltensänderung aufrechtzuerhalten.
Videospiele sind eine andere Plattform, welche die Zielgruppe beschäftigt.
Intervention Mapping und die Gesundheitsförderung von Berufskraftfahrern
Diese unterhaltsame und interaktive Technologie hat sich als tragbar erwiesen, gesundheitsbezogenes Verhalten positiv zu beeinflussen. Eine innovative Herangehensweise für Einzelberatungen ist die Beratung am Telefon, wodurch man Zugang zu entlegen lebenden Klienten erhält. In Kanada gibt es engagierte telefonische Gesundheitsberatungsdienste durch Diätspezialisten mit begrenzter Auswertung Dial-A-Dietitian, EatRight Ontario.
Frühe Analysen gehen davon aus, dass diese Methode vielversprechend ist, doch es sind weitere Nachweise erforderlich, ehe Praxisstandards und Leitlinien entwickelt werden können. Die Forscher beginnen zu erkunden, wie sich Online-Technologien so konzipieren lassen, dass sie maximal wirksam sind. Zahlreiche Systeme bemühen sich, die Integration der Verhaltensänderungstheorie in die Planung von Interventionen zu fördern und zu unterstützen.
Ein Beispiel für so ein System ist im Folgenden zu finden. Der Prozess wiederholt sich: Lernt man von einem Prinzip, könnte dies das Überdenken einer früheren Annahme erforderlich machen. Die unterschiedlichen Wirkungen auf verschiedene Bevölkerungsgruppen sollten bei der Planung und Überwachung von Interventionen berücksichtigt werden und erfordern ein umfassendes Verständnis über Verhalten und Zielgruppe.
Eine Beteiligung der Zielgruppe, sodass sie zu Partnern im Wandlungsprozess werden, scheint effektiv zu sein, um eine nachhaltige Veränderung zu bewirken. Man sollte daran denken, dass sich Modelle gewöhnlich auf persönliche und soziale Faktoren konzentrieren, die eine Änderung beeinflussen.
Es könnten zusätzliche Arbeiten erforderlich sein, um Einflussfaktoren auf der Umweltebene zu identifizieren. Der Planungsverlauf für eine Intervention zur Verhaltensänderung umfasst zunächst ein Verstehen des Zielverhaltens und die Auswahl einer breit angelegten Vorgehensweise und dann die Konzeption der spezifischen Verhaltensänderungstechniken, die einzusetzen sind.
Betrachtet man Praktiken, verlagert sich der Fokus von den Einstellungen, Verhalten und Entscheidungen einer Person und beleuchtet, wie bestimmte Lebensweisen aufrechterhalten werden, dazu gehört auch die Rolle von Regierungen und Institutionen. Diese Art der Analyse würde die Aufmerksamkeit z. Trotz der anerkannten Bedeutung von Verhaltensänderungen und der ausgiebigen Forschung rund um dieses Thema besteht kein Konsens darüber, wie man gewisse Verhaltensweisen am besten unterstützt.
Modelle und Theorien müssen auf koordiniertere Art eingesetzt und berichtet werden, um eine Auswertung zu ermöglichen. Idealerweise sind Theorie und Auswertung bereits von Beginn der Interventionsplanung an eingebaut. Eine Verhaltensänderung braucht Zeit und die Evaluierung muss über einen ausreichend langen Zeitraum erfolgen, um zu demonstrieren, dass eine Intervention zu einer Verhaltensänderung geführt hat und beibehalten wird.
Das erfordert die Zuweisung angemessener Mittel. Die randomisierte kontrollierte Studie gilt als der goldene Standard für solche Analysen, doch sie ist nicht immer machbar. Das von Green und Kreuter entwickelte PRECEDE-Modell ist ein häufig verwendetes Analyseinstrument für die Planung von Interventionsprogrammen vgl.
Seibt , S. Basierend auf den Grundsätzen der Epidemiologie, Gesundheitspsychologie sowie der Verhaltens-, Sozial- und Erziehungswissenschaften beschreibt das Modell die Wirkungszusammenhänge von Verhaltens- und Verhältnisfaktoren vgl. Die Arbeitslogik des Kausalmodells sieht fünf aufeinander aufbauende diagnostische Phasen vor Abbildung 1 , wobei die Konzentration zunächst auf den gewünschten Ergebnissen liegt und in Richtung originäre Ursachen zurückgearbeitet wird vgl.
In der sozialen Diagnose Phase 1 werden die Auswirkungen des Gesundheitsproblems in Bezug auf die Lebensqualität der Zielgruppe ermittelt. Die subjektiv beschriebenen sozialen Probleme z. Diskriminierung, Entfremdung der Betroffenen bilden dabei den Ausgangspunkt der Analyse. Die Identifizierung von spezifischen Gesundheitsproblemen die mit einer Beeinträchtigung der Lebensqualität in Verbindung stehen, erfolgt mit der epidemiologischen Diagnose Phase 2.
Dabei werden mit Hilfe statistischer und epidemiologischer Daten z. Morbiditätsraten, Prävalenzen und Inzidenzen sowie medizinischen Erkenntnissen kausale Zusammenhänge festgestellt. Die dritte Phase des Modells umfasst die Verhaltens- und Umweltdiagnose. Hierbei werden gesundheitsbezogene Verhaltens- und Umweltfaktoren identifiziert, die mit den erforschten Gesundheitsproblemen der vorangegangenen Phase in Verbindung stehen vgl.
Intervention Mapping. Stressprävention und Stressregulierung im Setting Hochschule
Verhaltensfaktoren beziehen sich dabei auf individuelle Verhaltensmuster z. Bewältigungsstrategien und Lebensstile z. Ernährung, Bewegung , die den Gesundheitszustand von Personen beeinflussen. Auch verhaltensunabhängige Faktoren wie beispielsweise die sozio-kulturelle Umwelt, Organisationen oder gesellschaftliche Rahmenbedingungen spielen eine wichtige Rolle und stehen in Wechselwirkung mit dem Verhalten vgl.
Das PRECEDE-Modell postuliert zu diesem Zweck die Analyse von prädisponierenden predisposing , ermöglichenden enabling und verstärkenden reinforcing Faktoren. Die prädisponierenden Faktoren wie etwa das Wissen, die Einstellungen und Werte einer Person wirken sich positiv oder negativ auf die Motivation einer Verhaltensänderung aus.
Ermöglichende Faktoren sind diejenigen Fähigkeiten und Ressourcen einer Person, die eine Änderung des Verhaltens unterstützen, so dass ein gewünschtes Verhalten letztlich auch umgesetzt werden kann. Positive Verstärkungen bzw. Beispielsweise kann ein ermutigendes Feedback den Prozess der Verhaltensänderung positiv beeinflussen. Eine explizite Analyse der prädisponierenden, ermöglichenden und verstärkenden Faktoren begünstigt die Identifizierung des priorisierenden Faktors, auf welchem zugleich der Fokus einer Intervention liegen sollte.
Die administrative und politische Diagnose Phase 5 stellt den Abschluss des Modells dar und beurteilt die organisatorischen und administrativen Rahmenbedingungen zur späteren Implementation des Programms vgl. Ein ganzheitlicher Planungsansatz für die Entwicklung von theorie- und evidenzbasierten Gesundheitsförderungsprogrammen ist das Intervention Mapping IM Verfahren.
Dabei geht das Verfahren über die diagnostische Analyse des PRECEDE-Modells hinaus und bietet einen theoretischen Rahmen für die Schritte der Konzeption, Entwicklung, Implementation und Evaluation vgl. Bartholomew u. Das Intervention Mapping ist ein iterativer Prozess mit sechs Arbeitsschritten Abbildung 2 , die in ihrer Gesamtheit ein Interventionsdesign auf der Basis von theoretischen Konzepten und empirischen Informationen darstellen.
Die jeweiligen Arbeitsschritte setzten sich wiederum aus einzelnen Arbeitsaufgaben zusammen vgl. Der erste Schritt des Intervention Mapping setzt vor der eigentlichen Interventionsplanung an und beinhaltet eine umfassende Bedarfsanalyse, welche auf Grundlage eines modifizierten PRECEDE-Modells von Green und Kreuter basiert. Die Analyse umfasst dabei zwei wesentliche Komponenten:.
Die Bedarfsanalyse beurteilt zudem relevante Gesundheitsprobleme und hilft dabei physiologische Risikofaktoren, die mit dem Problem in Verbindung stehen, zu identifizieren. Letztlich beinhaltet die Analyse eine Bewertung von personellen Determinanten, die zu gesundheitlichen Problemen oder diesbezüglichen Risiken führen. Determinanten werden in diesem Zusammenhang als hypothetische Faktoren bezeichnet, die mit dem gesundheitsschädigendem Verhalten oder den Umweltbedingungen in einer Kausalbeziehung stehen vgl.
Die erste Aufgabe im Rahmen der Bedarfsanalyse ist die Einbeziehung von Stakeholdern und der Gründung einer partizipatorischen Planungsgruppe. Die Zielgruppe der Intervention ist dabei von essentieller Bedeutung und sollte zwingend in der gemeinsamen Planung vertreten sein. Des Weiteren können Stakeholder einbezogen werden, die ein Interesse an dem vorliegenden Gesundheitsproblem, dem zu entwickelnden Programm oder den Ergebnissen der Intervention haben.
Eine interdisziplinäre Zusammenarbeit gewährleistet ein umfangreiches Expertenwissen und führt zu einer bedarfs- sowie ergebnisorientierten Interventionsplanung vgl. Die eigentliche Durchführung der Bedarfsanalyse ist die zweite Aufgabe im Prozess des Intervention Mapping.
Abstract: Theoriegeleitete Planung von Interventionen in der Gesundheitsförderung
Die Analyse erfolgt dabei auf der Grundlage des bereits vorgestellten PRECEDE-Modells von Green und Kreuter Das Modell ist in zahlreichen Programmen der Gesundheitserziehung zum Einsatz gekommen und hat sich als Planungsansatz bewährt. Bartholomew und Kollegen , S. Die Arbeitslogik des Modells erfolgt prinzipiell von rechts nach links, wobei nicht zwangsweise mit der Beurteilung der Lebensqualität begonnen werden muss.
Je nach Fokus und Interesse kann der Startpunkt der Analyse auf andere Phasen übertragen werden. Liegt der Fokus der Intervention auf einem spezifischen und bereits im Vorfeld definierten Gesundheitsproblem, wird mit einer expliziten Beschreibung des Problems begonnen Phase 2. Die Autoren postulieren jedoch die konsequente Bearbeitung aller Phasen.
Ein entscheidender und dem Modell vorangestellter Arbeitsschritt ist die Beschreibung der Risiko- bzw. Zielgruppe sowie der dazugehörigen Umweltbedingungen. Eine umfängliche Beschreibung der Zielgruppe hilft dabei, den Umfang der Bedarfsanalyse einzugrenzen und gleichzeitig den Fokus auf das primäre Gesundheitsproblem zu richten.